Nach einer Weile legte ich meine Hand auf seinen Unterarm. Denn mir war das Gerede zu viel. Ich wollte mehr. Und so deutlich war auch meine Berührung. Nicht zufällig. Nicht beiläufig. Sondern bestimmt. Meine Hand auf seinem Unterarm, die andere Hand spielte in meinen blonden Locken, mein Blick auf seine Lippen gerichtet. Etwas klischeehaft, aber normalerweise reicht das. Oder hat bis dahin immer gereicht. Bei jedem Mann, der es so weit hatte kommen lassen, ohne zuvor selbst sein Glück zu versuchen.
Doch nicht bei ihm. Er sprach weiter.
Seine Haut war warm. Unter meiner Hand bewegte sich ein Muskel, als er nach dem Glas griff. Ich zog die Finger langsam zurück. Er nahm einen Schluck Wein und redete über Materialien.
Ich stellte ihm eine Frage, die nichts mit Materialien zu tun hatte.
„Denkst du manchmal an mich?“
„Natürlich.“
„Und woran?“
„An vieles.“
„Das ist keine Antwort.“
„Ich möchte dich nicht auf einen einzigen Gedanken reduzieren.“
Das war schön formuliert. Fast zu schön. Ich betrachtete ihn über den Rand meines Glases hinweg.
„Du könntest es trotzdem versuchen.“
Er legte den Kopf leicht schief. Für einen Moment dachte ich, jetzt würde er mich küssen. Die Musik war leise, die Bar beinahe leer. Sein Knie berührte meines unter dem Tisch. Ich ließ es dort.
Er nahm sein Bein weg, um bequemer zu sitzen.
Später strich ich beim Aufstehen mit den Fingern über seine Schulter. Wieder nicht beiläufig. Wieder wartete ich.
Er sagte, er müsse nach Hause. Am nächsten Morgen habe er einen wichtigen Termin. Außerdem brauche er seine Abendroutine. Atemübungen, Dehnung, kein spätes Essen.
„Das klingt streng“, sagte ich.
„Es hält mich in meiner Mitte.“
Ich sah ihn an und stellte mir seine Mitte vor. Aber er kam mir schief vor. Wie der ganze Abend.
Vor dem Lokal umarmten wir uns.
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