Weihnachtsmaus

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Weihnachtsmaus

Weihnachtsmaus

Sven Solge

Das Schneetreiben war noch dichter geworden und mittlerweile lagen wohl schon 5 cm Schnee auf dem Weg und der Straße. Torben zog seinen Kragen noch höher, befreite kurz seine Mütze vom Schnee und stapfte weiter.

Am U-Bahnhof sah er auf der gegenüberliegenden Straßenseite, eine hell erleuchtete Kneipe. An der Fußgängerampel überquerte er die Straße und ging die wenigen Schritte zurück zum Lokal. Torben war im Allgemeinen kein Kneipengänger, weil er betrunkene Menschen hasste. Doch heute hatte er das Bedürfnis, nach Gesellschaft. Sorgsam klopfte er sich den Schnee von seiner Kleidung und der Mütze ab, bevor er die Tür öffnete.

Leise Weihnachtsmusik war zu hören, als er eintrat.

Doch plötzlich stand er im Nebel. Er verfluchte seine Brille. Die feuchte Raumluft legte sich auf seinen kalten Brillengläsern nieder und verhinderte, dass er irgendetwas erkennen konnte.

Er murmelte etwas wie: „Fröhliche Weihnachten!“ und zog sein Taschentuch aus der Tasche seiner Hose und begann seine Brille zu putzen. Jetzt konnte er erkennen, dass die Gaststätte so gut wie leer war. An den Tischen saß niemand, soweit er sehen konnte, nur am Tresen saß eine Frau und hinter dem Schanktisch stand der Wirt.

Nachdem er seine Brille geputzt und wieder aufgesetzt hatte, bestätigte ein Blick in die Runde, das es wirklich nur den einzigen Gast gab. Im ersten Moment wollte er sich an einen Tisch setzen, doch der Wirt deutete auf den Barhocker neben der Frau und sagte „Fröhliche Weihnachten! Komm, setz dich zu uns!“

Torben entledigte sich seiner Jacke und hing sie an den Garderobenständer, bevor er den Barhocker erklomm. Nochmal wiederholte er seine Begrüßung und nickte der Frau zu, die ihn interessiert anblickte.

Jetzt, wo seine Brille ihm wieder klaren Durchblick verschaffte, schaute er sich die Frau genauer an.

Neben ihm saß eine etwa 40jährige, sehr attraktive Frau.

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