Torben wurde von der Frage mitten ins Herz getroffen. Er musste erst den Kloß runterschlucken, der sich in seinem Hals gebildet hatte. „Ich habe keine Kinder!“ Er stockte, weil sich bei dieser Aussage wieder ein Kloß gebildet hatte. Was war nur los mit ihm, er war doch sonst nicht so sentimental? Dann gab er sich einen Ruck und sprach weiter: „Ich bin seit acht Jahren geschieden und der heutige Schneefall hat mich vor die Tür getrieben und als ich hinter den vielen Fenstern diese glücklichen Menschen sah, wollte ich einfach nicht mehr alleine sein.“
In diesem Moment stellte der Wird ihm seinen Glühwein hin. „Danke!“ Torben nahm einen Schluck und spürte sofort den starken Rumgeschmack. Der Wirt hatte nicht gespart mit bei dem Schuss, doch Torben konnte jetzt die kräftige Mischung gebrauchen, war er doch im Augenblick zu aufgewühlt.
Seine Nachbarin am Tresen, hatte in der Zwischenzeit ihren Platz gewechselt. Als sich Torben an den Tresen gesetzt hatte, hatte er bewusst einen Platz zwischen ihnen frei gelassen, er wollte ja nicht aufdringlich erscheinen. Nun saß sie direkt neben ihm und legte vertrauensvoll eine Hand auf seine Schulter. Torben verspürte plötzlich die Wärme ihrer Hand, die von seiner Schulter aus, den ganzen Körper erfasste und in seinem Lendenbereich Reaktionen hervorrief, die ihn überraschten. Gut, in den letzten Jahren war ihm nie eine Frau so nahegekommen, wie seine Nachbarin, aber die Reaktion seines Körpers war ungewöhnlich.
Er wandte sich ihr zu und reichte ihr die Hand: „Ich bin Torben!“, stellte er sich vor.
„Ich heiße Susanne, meine Freunde nennen mich Susi!“, sagte sie, indem sie seine Hand nahm und leicht drückte.
Dieses angenehme Gefühl ihrer weichen Hand, verwirrte ihn erneut, sodass er ihre Hand länger festhielt, als es schicklich gewesen wäre. Widerstrebend ließ er sie dann aber doch los, als er es bemerkte und griff sich sein Glas mit Glühwein, um sich abzulenken.
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