Mit diesen Gedankenbildern wichste er genussvoll, und es dauerte nicht lange, bis er auf ein Tempo-Taschentuch, das er vorsorglich übers Leintuch gebreitet hatte, abspritzte.
Gedankenverloren zog Stefania sich aus. Sie aalte sich aus ihrem grünen Kleidchen, und Joaquin sah direkt vor sich ihre Schenkel. Ihr klitzekleines Höschen. Stefanias Bauch, der einst Sara beherbergt hatte, war wieder verführerisch glatt und straff. Stefania war zum Liebe machen geboren. Sie setzte sich aufs Bett. Zog ihr Höschen aus. Dabei waren für den Bruchteil einer Sekunde ihre Schamlippen zu sehen, in der zauberhaften Perspektive, die entsteht, wenn eine Frau die Beine anzieht. In diesem Moment summte Joaquins Handy. „Alles in Ordnung?“, fragte Nino. „Alles in Ordnung“, simste Joaquin zurück.
Stefania schlief nicht nackt, sondern in einem hauchdünnen Nachthemd. Sie deckte sich nicht zu, dimmte das Licht und räkelte sich auf dem grosszügigen Doppelbett. Joaquin glaubte sich in einem Film. Was für eine Frau diese Stefania doch war! Sie schenkte sich Mineralwasser ein. Entfernte aus ihrem Haar eine Spange. Kuschelte sich ins Kissen. Nichts Spektakuläres – es sein denn, man befinde sich in der Position eines Voyeurs, in einer Position also, in der alles öffentliche heimlich, alles Heimliche öffentlich wirkt.
Auch Joaquin schlief erst ein, nachdem er sich befriedigt hatte. Er machte es sich unter der Dusche und genoss das Kitzeln des Wasserstrahls an seiner Eichel.
Der nächste Tag würde ganz seinem Auftrag gehören. Er war als Beobachter beauftragt. Er war auserwählt, Stefania zu begleiten.
Am nächsten Morgen, beim Frühstück, begegneten sich Stefania und Joaquin am Buffet. Sie war soeben dran, gebratenen Speck zwischen Spiegelei und Streichkäse zu jonglieren, als er sie grüsste. Stefania fuhr herum und hätte beinahe den Teller fallen lassen. „Joaquin…“, sagte sie verwundert und starrte ihn an.
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