Weißt Du noch?

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Weißt Du noch?

Weißt Du noch?

Ann Phey

Weißt Du noch? Wir spazierten auf einsamen Wegen, vorbei an verlassenen Feldern. Wir lachten miteinander und neckten uns ausgelassen.
Wann hat es begonnen? Wann haben wir angefangen uns mit anderen Augen zu sehen? War es als ich kichernd aufs Feld lief, Du mich einholtest und wir beide zu Boden stolperten? War es die Hitze dieses letzten Tages im Spätsommer?
Ich lag auf Dir und Du konntest meinen Atem auf Deinem Gesicht spüren, meine Brüste, wie sie gegen Deine Brust drückten. Warum standen wir nicht auf und klopften uns den Staub aus der Kleidung? Wessen Lippen trafen zuerst die des anderen?
Ich spüre immer noch das Kribbeln in mir, als deine Zunge meine traf und meinen Mund erforschte. Sehe immer noch den hungrigen Blick in Deinen Augen, als Du meine Bluse aufknöpftest. Weiß immer noch, wie heiser vor Begierde Deine Stimme wurde.
Wir vergaßen alles um uns herum, gaben uns dem Zauber des Augenblickes hin. Entledigten uns mit bebenden Fingern unserer Kleidung, um endlich die Haut des anderen zu spüren.
Weißt Du noch, wie überrascht wir waren, als plötzlich der Regen einsetzte? Zuerst nur ein paar Tropfen, die in einen sintflutartigen Schauer übergingen. Um uns herum verwandelte sich der staubige, harte Boden in weichen Lehm.

Ich spüre noch Deine Hände, die ihn auf meinem Bauch verteilten, Deine Finger, die ihn weiter auf meinem Hals, meinen Brüsten und meinen Hüften verrieben. Sehe immer noch Deinen gespielten Ärger über den Regen, der Dein Kunstwerk innerhalb weniger Minuten zerstörte.
Hörst Du noch mein leises Stöhnen an Deinem Ohr? Und fühlst Du noch meine Fingernägel, wie sie über Deine Brust und Deine Lenden fahren? Meine Hände, die rasch feststellten, wie sehr Du mich begehrt hast und dieses Begehren noch steigerten? Dein Körper spannte sich wie ein Bogen und Dein Atem ging hörbar schneller.
Du hast mich unter Dich geschoben und Dich über mich gekniet. Mir den Regen von den Brüsten geküsst. Ich spüre noch das Pochen in meinem Schoß, als Du ihn mit Deinen Händen und Deinem Mund erforscht hast. Weiß noch, wie unkontrolliert mein Leib unter Deinen Berührungen zuckte.
Aber das war noch nicht alles, nicht wahr? Du hast mich sanft geküsst und gestreichelt und gewartet, bis ich zur Ruhe kam. Hast auf ein Zeichen von mir gewartet.
Wie lange hast Du geduldig gewartet, bis ich Dich auf mich gezogen und für Dich meine Schenkel geöffnet habe? Und wie konntest Du so vorsichtig sein, obwohl Deine Augen vor Leidenschaft brannten und Du Dein Stöhnen nicht mehr unterdrücken konntest? Erst der feste Druck meiner Fersen auf Deinen Po, verstärkte Deine Stöße und Du hast Deiner Lust freien Lauf gelassen.
Ich spüre noch die nasse Erde in meinen Händen, weiß noch, wie ich bei jedem Stoß im aufgeweichten Boden nach Halt suchte. Wie mein Körper über den lehmigen Untergrund rutschte. Kannst Du noch das Beben unserer Körper fühlen, als wir fast zeitgleich den Höhepunkt unserer Lust erreichten?
Mir kommt es so vor, als hätten wir eine Ewigkeit dort engumschlungen gelegen.

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