Wendelturm

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Wendelturm

Wendelturm

Anita Isiris

Folge mir jetzt. Komm, ich nehm dich bei der Hand. So. Folge mir zur Silberbrücke. Sie führt uns ins Land der Feen, Einhörner und Elfen. Die Brücke verbindet unsere Welt mit derjenigen auf der andern Seite. The dark side of the moon, wie Pink Floyd das ausdrücken würden.

Siehst du dort hinten das Einhorn im Nebelgeschwade? Dutzende von Feen und Elfen bestätigen mit hochrotem Kopf, was wir schon längst vermuten: die Feinmotorik des Einhorns ist legendär. Zielsicher reizt die Hornspitze den kleinen, feinen Punkt. “Il Punto”, wie Adriano Celentano das ausdrücken würde.

Einhörner sind gefühlvoll. Sehr, sehr gefühlvoll. Mutig durchschreiten wir den Schweigenden Wald und nähern uns dem Wendelturm, Meter um Meter. Seltsame Pflanzen umgeben uns jetzt; blaugeäderter Drachwurz und giftrote Ziganelle, zuckende Alraune und tanzende Wespenkrinde.

Sie alle wissen um Ute, um Utes Entführung in den Wendelturm, um Utes Gefangensein daselbst. Auch wenn es dich Überwindung kostet: folge mir. Folge mir unverdrossen, mit einem Lächeln in den Augen und mit Hunger in der Seele. Du wirst deinen Lohn schon noch empfangen, warte nur. Endlich ragt er vor uns auf, der Wendelturm, höher als die höchsten Rottannen hier; gewunden einem irren Shakira-Hüftschwunge gleich.

Vier Einhörner mit grünen Augen bewachen ihn, den Wendelturm, und verwehren uns den Eintritt. Sei jetzt ganz mutig. Stell Deinen Mann und geh zielsicher auf das güldene Tor zu, das ins Innere der Wendelgemächer führt. Bald sind wir da; drei Schwebende Treppchen noch, und dann stehen wir in Utes Zimmer. Schau nur, da liegt sie, die Süsse. Nackt, wie Gott sie schuf. Hübsch anzusehen, nicht? Sie hat uns ihr festes, pralles Ärschen zugewandt; ihre Finger fummeln am Pfläumchen, Utes glitzriggeilem Geschlecht, suchen die Cliti, suchen Erlösung. Die Pobacken zucken lustvoll; Ute ist ganz mit sich selber beschäftigt, in der Sicherheit des Wendelturms, hoch über den Wipfeln der Rottannen, bewacht von vier grünäugigen Einhörnern.

Ob eines dieser Einhörner unsere süsse Ute jemals gestossen hat? Von hinten, versteht sich, mit glühender Leidenschaft? Ob eines dieser Einhörner seinen Speer je zwischen Utes Brüste gelegt hat, erschöpft vom Liebesspiel, sich sehnend nach Streicheleien? Ute hat ihnen allen gedient, klar, den Zwergen, Trollen, Faunen, Satyrn, Rübezahlriesen und Ringelsockenhexen.

Allen, allen hat sie sich gezeigt in ihrer fülligen Pracht, hat es sich wohl auch von mehreren besorgen lassen in der Gruppe dann und wann, hat sich entführen lassen weit über die Rottannenwipfel hinweg ins grünblaugelbrote Land der multiplen Orgasmen. Psilocybin haben sie ihr eingeträufelt, auch hier ein hochpotentes Halluzinogen; sie haben sie in ihren intimen Träumen abgeholt, die Ute, und sie hinübergleiten lassen in Höhepunkte ohne Ende, ohne Ende.

Dieses nuttige, geile Tier... Schau hin, betrachte genussvoll dieses hochdifferenzierte Fingerspiel. Ute spreizt ihre Schamlippen, ahnungslos, unserer Gegenwart nicht gewahr. Na? Magst Du diese rosa Muschel, die sich da offenbart? Utes Pobacken... ein wahres Naturschauspiel, nicht? Mal ehrlich: Möchtest du sie vögeln? Balde, balde... Dort, auf dem Schrank, der Wissende Kakadu nimmt der Szene irgendwie die verhaltene Erotik.

Verscheuchen wir das Vieh; wir haben ein Recht aufs Alleinsein – aufs Alleinsein mit Ute. Ihr Arsch bewegt sich heftiger. Sie liegt noch immer auf dem Bauch, keucht, seufzt... Ja, mach´s dir, Liebe, wichs dich, mach dich fertig... Möchtest du Utes Brüste sehen, hm? Schwierige Aufgabe; Ute liegt auf dem Bauch. Bald wird sie sich aber in einem unendlichen Orgasmus aalen, wird sich wälzen auf dem güldenen Bett, wird Dir alles zeigen, warte nur, warte nur.

Bald ist sie so weit, die geile Schlampe, bald wird sie sich für dich öffnen. Gierig sucht sie ihr Liebesloch, schlitzförmige Öffnung, und dringt mit zwei Fingern in sich ein. Schau... ihr Anus ist zu sehen. Hübsch, nicht? Schön eng, nicht? Komm, tue, wonach d gelüstet, schieb ihr einen Zeigefinger rein. Fühlst Du Utes Wärme? Sie ist jetzt nahezu bewusstlos vor Lust; ihre Muschi ist klitschnass. Liebevoll bezüngelt eine klitzekleine Elfe ihre Fut.

Ute, unsere geliebte Ute, ist ein wahres Ultrafiltrat an Sünde, Hitze, Leidenschaft und Verderbtheit. Auch Drosselbart war schon in ihr, Rübezahl sowieso, Hauke Haien gar. Werther sowieso. Ute ist die öffentliche Märchenfrau, zugänglich für jeden, der Zutritt zum Wendelturm erlangt.

Sieh nur, Ute wendet sich. Sie wendet sich im Wendelturm, lässt uns ihre schweren Brüste sehen, ihr verschwitztes Antlitz. “Ach, Ihr Erdenbürger”, keucht sie, “Ihr geilen Wichte... habt Ihr mich also tatsächlich aufgespürt”. Du hüstelst verlegen, brauchst Du aber nicht. Streichle jetzt Utes Bauch, fühl ihre Wärme, küsse ihre feuchten Lippen, ihre feuchten, fruchtigen Lippen. Sieh nur, Ute schliesst ihre Augen und lässt Dich gewähren. Mach sie fertig, tue, wonach Dich gelüstet, mein Lieber.

Ich geh in der Zwischenzeit einen Alraunentee trinken und bin sogleich wieder zur Stelle. Die honigblonde Ute, jaja. Sie hat sich geöffnet für Polyphem, Schneewittchens Zwerge, des Rotkäppchens Wolf gar. Alle, alle haben sie Gefallen gefunden an ihr – wieso also nicht auch Du?

Cushion-like boobs. Kissenbrüste. Ja, leg Deinen Kopf auf Utes enorme Kissenbrüste, ruh dich aus von den Strapazen der Reise. Du wirst von vier Einhörnern bewacht, kannst also getrost auf Träumen davonsegeln, denn wisse, dass alles Übel dieser Welt vom Wendelturm abgehalten wird. Bist Du aber erst einmal eingedrungen in den Turm, in Utes Gemächer gar, bist Du Teil der Beschütztwerdenden, Teil der Ewigen, Teil mentaler, alles überlagernder Stärke.

Stairway to heaven, wie Led Zeppelin sich ausdrücken würden. Ute dreht sich erneut auf den Bauch, befriedigt sich vor Dir in ihrer bevorzugten Weise. Gar grazil reizt sie ihr Pfläumchen, staune bloss, staune. Utes Pfläumchen ist das Paradies schlechthin. Feine blonde Härchen zieren es; ihre Rosette lacht Dich an in ihrem zarten Rosa, Utes Damm möchte von Dir gekitzelt werden; Utes Schamlippen sind prall und harren Deiner.

Sieh nur die Kippbewegungen ihres Beckens, kaum wahrnehmbar für Aussenstehende, für Dich aber sehr wohl. Ute wiegt sich in Wonne und Sicherheit. “Fick mich jetzt”, flüstert ihr Becken, “fick mich jetzt”, stöhnt ihr offenes Liebesloch. Lass Dir das nicht zwei Mal sagen, dring jetzt in sie ein, mit kräftigem Stosse, nimm sie, geniess die Dich rasend machende Enge.

Auch Schneewittchens Zwerge sind fast verzweifelt vor lauter Geilheit, Rotkäppchens Wolf hat gar das Bewusstsein verloren und musste später von den Einhörnern reanimiert werden. Ihr fliesst ineinander über, die Ute und Du; ich süffle Alraunentee auf meinem eichenen Lehnstuhl und schaue Euch zu.

Utes zartschmelzender Blick. Deine grossen, guten Hände auf ihren Lenden. Gut so, segelt denn hinweg Ihr beiden, hinweg zum globalen, alles umfassenden Orgasmus. Utes Titten baumeln verführerisch; ihr Hintern wackelt einladend, so einladend... ihr Blondhaar ist in alle Richtungen verteilt.

Ute spürt Hitze, grosse Hitze. Ihr Becken wird von wonniglichen Gefühlen übermannt; Du machst deine Sache gut. Nur beeilen musst Du Dich ein wenig – besorg es ihr jetzt oder nie. Why don´t we do it in the road, wie John Lennon das ausdrücken würde.

Um Mitternacht nämlich müssen wir zurück sein, zurück in unserer Welt. Time, wie Pink Floyd das ausdrücken würden. Küss Ute ein letztes Mal auf den Mund. Thank you for the music, wie Abba das ausdrücken würden.

Kämpferinnen, Walküren: Machen wir uns denn auf zu Utes Befreiung aus dem Wendelturm. Entwinden wir sie denn diesen Fängen der Zwerge, Trollen, Faunen, Satyrn, Rübezahlriesen und Ringelsockenhexen.

Ute hat sich gezeigt Euren treuen Ehemännern, gezeigt in ihrer ganzen weiblichen Fülle. Alle hat sie hypnotisiert mit ihrer honigblonden Mähne, ihren Riesenbrüsten, ihrem rosa Pfläumchen. Fast kitschig schon mutet es an, ihr geiles, feuchtes Geschlecht, von feinen, kaum sichtbaren Härchen geziert.

Gefickt haben sie sie alle, macht Euch nichts vor, Ihr Frauen. Ja, dein Gatte auch, Süsse. So hole ich euch denn ab am Schweigenden Wald, eine ganze Armada entschlossener Frauen, Frauen, die Ihr es den vier Einhörnern zeigen wollt.

Verzauberte Prinzen sollen es sein allesamt, die Einhörner mit ihren tellergrossen, grünen Augen. Prinzen, die ungebührlich sich verhalten haben. Etwas zu lang auf die Brüste ihrer Köchinnen haben sie gestarrt, oder ähnlichen Verbrechen sollen sie anheim gefallen sein. Das Horn, ja, das Horn, sie tragen es noch – allerdings an der falschen Stelle. Der Speer ragt nicht mehr aus der Lendengegend, die Pfeife tanzt zwischen den Hüften nicht mehr. Nein, am Kopfe befindet sich das Lustorgan, der Befriedigung von Elfen, Feen und dergleichen dienend.

Nun denn, wohlan, Ihr Frauen. Wisset, dass Einhörner zwar begrenzt wahrnehmen im Ozean der Intelligenz, dass ihre tellergrossen grünen Augen aber durch Seide, Leinen, Baumwolle, Lycra und GoreTex hindurchblicken können, als wären die Materialien nicht vorhanden. Direkt auf den nackten Frauenkörper blicken können sie, ihn wahrnehmen in seiner ganzen exorbitanten Schönheit.

Etwas gequetscht scheinen die Brüste zwar da und dort, da sie, in Büstenhalter gezwängt, ein klägliches Dasein fristen, aber immerhin: Die Brustwarzen sind wunderbar zu schauen in ihrer milchigen Fülle. Das Aussterben des Einhorns geht direkt mit dieser Eigenschaft einher: Schauten die Tiere eine Frau, standen sie sogleich unter Hypnose und konnten von den Jägerinnen ohne Probleme eingesammelt werden.

Wisset also, oh Kämpferinnen, Walküren: Die vier Einhörner, die den Wendelturm bewachen, werden Eure Nacktheit schauen. Sie werden Eure Bäuche bewundern, Eure Muschi, rasiert, teilrasiert oder buschig, Euren Busen gar. Wie erstarrt werden sie stehen, und Ihr werdet ungehindert in den Wendelturm dringen können und Ute aus ihrer sexuellen Lethargie befreien. So nehmet sie denn an Euch, Eure Schwester, machet sie zu einer der Eurigen, entwindet sie den Faunen, Satyrn und Bannwaldzwergen. Beschützet sie fortan vor den geilen Wichten dieser Welt.
Es ist so weit: Seltsame Pflanzen umgeben uns jetzt; blaugeäderter Drachwurz und giftrote Ziganelle, zuckende Alraune und tanzende Wespenkrinde. Sie alle wissen um Ute, um Utes Entführung in den Wendelturm, um Utes Gefangensein daselbst. Auch wenn es Dich Überwindung kostet, Kämpferin, Walküre: folge mir. Folge mir unverdrossen, mit einem Lächeln in den Augen und mit Hunger in der Seele. Du wirst deinen Lohn schon noch empfangen, warte nur. Endlich ragt er vor uns auf, der Wendelturm, höher als die höchsten Rottannen hier; gewunden einem irren Shakira-Hüftschwunge gleich. Vier Einhörner mit grünen Augen bewachen ihn, den Wendelturm, und verwehren uns den Eintritt. Dann stehen sie starr, bewegen sich nicht von der Stelle, und Ute kann befreit warden.

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