Folge mir jetzt. Komm, ich nehm dich bei der Hand. So. Folge mir zur Silberbrücke. Sie führt uns ins Land der Feen, Einhörner und Elfen. Die Brücke verbindet unsere Welt mit derjenigen auf der andern Seite. The dark side of the moon, wie Pink Floyd das ausdrücken würden.
Siehst du dort hinten das Einhorn im Nebelgeschwade? Dutzende von Feen und Elfen bestätigen mit hochrotem Kopf, was wir schon längst vermuten: die Feinmotorik des Einhorns ist legendär. Zielsicher reizt die Hornspitze den kleinen, feinen Punkt. “Il Punto”, wie Adriano Celentano das ausdrücken würde.
Einhörner sind gefühlvoll. Sehr, sehr gefühlvoll. Mutig durchschreiten wir den Schweigenden Wald und nähern uns dem Wendelturm, Meter um Meter. Seltsame Pflanzen umgeben uns jetzt; blaugeäderter Drachwurz und giftrote Ziganelle, zuckende Alraune und tanzende Wespenkrinde.
Sie alle wissen um Ute, um Utes Entführung in den Wendelturm, um Utes Gefangensein daselbst. Auch wenn es dich Überwindung kostet: folge mir. Folge mir unverdrossen, mit einem Lächeln in den Augen und mit Hunger in der Seele. Du wirst deinen Lohn schon noch empfangen, warte nur. Endlich ragt er vor uns auf, der Wendelturm, höher als die höchsten Rottannen hier; gewunden einem irren Shakira-Hüftschwunge gleich.
Vier Einhörner mit grünen Augen bewachen ihn, den Wendelturm, und verwehren uns den Eintritt. Sei jetzt ganz mutig. Stell Deinen Mann und geh zielsicher auf das güldene Tor zu, das ins Innere der Wendelgemächer führt. Bald sind wir da; drei Schwebende Treppchen noch, und dann stehen wir in Utes Zimmer. Schau nur, da liegt sie, die Süsse. Nackt, wie Gott sie schuf. Hübsch anzusehen, nicht? Sie hat uns ihr festes, pralles Ärschen zugewandt; ihre Finger fummeln am Pfläumchen, Utes glitzriggeilem Geschlecht, suchen die Cliti, suchen Erlösung. Die Pobacken zucken lustvoll; Ute ist ganz mit sich selber beschäftigt, in der Sicherheit des Wendelturms, hoch über den Wipfeln der Rottannen, bewacht von vier grünäugigen Einhörnern.
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