“ Melissa wich etwas zurück und musste sich am Schreibtisch etwas Sicherheit geben, weil ihre Knie drohten nachzugeben: „Mit allem habe ich gerechnet, aber damit nicht! Eher mit weiteren Nörgeleien und Kritiken. Du hattest an allem, was ich machte etwas auszusetzen und dabei muss ich mich doch erst mal einarbeiten. Ich habe dich dafür gehasst! So kann man nicht mit jemanden umgehen der gerade erst angefangen hat!“ Melissa hatte sich etwas in Rage geredet und sah jetzt an dem bedepperten Gesichtsausdruck von Wilm, dass sie ihn getroffen hatte. Innerlich jubelte sie etwas, er sollte ruhig merken, dass man so mit keinem Angestellten umgeht. Trotzdem fühlte sie sich genötigt, die Spitzen etwas abzumildern: „Ich mag dich doch auch, wenn du dich nur nicht so blöd verhalten hättest.“
-*-
Die Tage und Wochen vergingen und Wilm hatte sich um 180° gedreht! Er war unglaublich höflich zu Melissa, ja geradezu liebevoll! Jeden Morgen stand ein Becher Kaffee auf ihrem Schreibtisch und ein Kecks lag daneben.
Das Weihnachtsfest stand vor der Tür und Melissa spürte, dass die Mitarbeiter schon etwas in Aufregung gerieten. Wie jedes Jahr wurde die große Lagerhalle festlich geschmückt. Lange Tapeziertische bildeten die Tafel. Die Regale mit dem Vorrat an Farben und sonstigem Zubehör wurden mit Tapetenresten abgehengt und ergaben ein buntes Muster. Lichterketten und Tannenzweige zauberten eine weihnachtliche Stimmung in den sonst kalten Raum.
Einer der Maler, der als Diskjockey fungierte, hatte schon zwei große Lautsprecherboxen aufgestellt und war dabei sein Mischpult einzurichten. Bunte Lichter flammten im Rhythmus der Musik über die Wände und der Hallendecke.
An der Seite war ein Catering-Service dabei, ebenfalls auf Tapeziertischen, leckere Speisen hinzustellen.
Langsam füllte sich der Raum!
Wenn aus Hass Liebe wird
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Wenn aus Hass Liebe wird
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