Zwei Stunden später war der Schaden behoben und wie schon vermutet, hatte sich ein Papierschnipsel in der unteren Führungsrolle so verkeilt, dass kein Bogen Papier daran vorbei ging.
Die Tage vergingen und langsam bekam Melissa einen Überblick über den Ablauf in dieser Firma. Sie wurde immer sicherer und auch zu den angestellten Handwerkern und Malern der Firma hatte sie mittlerweile einen guten Kontakt.
Nur einer war nie zufrieden zu stellen: Wilm Walters, ihr Chef.
Er nörgelte über dies und jenes und manches Mal hatte Melissa den Eindruck, dass er sie nur ärgern wollte, um sie aus der Reserve zu locken.
Sie hasste ihn deswegen!
Wobei er ihr nicht unsympathisch war! Sein Auftreten war dominant, was ihn als Vorgesetzten auszeichnete, aber gegenüber seinen männlichen Angestellten war er immer bestimmt, aber korrekt und höflich.
Das Wochenende näherte sich und Melissa freute sich schon auf ein heißes Bad am Samstagmorgen. Alle vierzehn Tage hatte sie samstags frei, doch dieses Mal lag etwas in der Luft. Ihr Chef scharwenzelte immer in ihrer Nähe rum und war ausgesprochen nett und zuvorkommen zu ihr.
Als wenn sie es geahnt hätte: „Frau Funke,“ ,begann er. „ ich weiß, dass morgen ihr freier Tag ist, aber könnten sie morgen trotzdem kommen? Ich habe einen großen Auftrag in Aussicht und muss das Angebot bis Montag fertig haben. Da es viel zu schreiben gibt, könnte ich ihre Hilfe gebrauchen.“
Melissa schmollte etwas, was Herr Walters natürlich sofort bemerkte!
„Ich zahle ihnen auch das doppelte für die Zeit, die sie hier sind und lade sie anschließend noch zum Essen ein!“
Da sie das Geld gut gebrauchen konnte, sagte sie schließlich zu.
Ihr Chef schien hocherfreut, denn er bedankte sich überschwänglich.
-*-
Wilm war überrascht, wie schnell das versprochene Geld gezogen hatte. Er hatte mit mehr Widerstand gerechnet.
Wenn aus Hass Liebe wird
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Wenn aus Hass Liebe wird
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