Doch anders als sonst bleibt sie dieses Mal nicht nur mit ihren Händen, sondern ihrem gesamten Körper ganz nahe bei mir, dass ich fast jeden Atemzug von ihr auf meiner Haut spüre. Ihre Hüfte drückt gegen mein Knie, keine Zufallsberührung mehr, sondern eindeutige Einladung.
Ich bemerke, wie Claras Blick nach meinem sucht. Und erst, als sie sieht, dass ich ihr leicht zunicke, dass ich mit meinem Knie den Druck gegen ihre Hüfte erwidere, beginnt sie ihr Spiel. Natürlich wieder nur mit ihren Fingerspitzen, die wie schon so oft federleicht die Innenseite meines Knöchels berühren. Doch diesmal ist es anders. Ganz zärtlich. Dabei sieht sie mich immer wieder an, als müsste sie sich versichern, dass ich mir bewusst war, worauf dies hinauslaufen würde. Und meine Augen, die blitzten, dass es keinen Zweifel geben konnte, dass ich dies nicht nur wusste, sondern vor allem wollte. Mehr als alles andere.
Ihre Bewegungen bleiben ruhig, konzentriert und voller Absicht. Sie sind ganz anders, als ich je berührt worden bin. So ruhig, aber doch so selbstsicher. Und vor allem fokussieren sie sich auf Teile meines Körpers, die bislang kein Mann spannend gefunden hatte. Ja, von denen ich nicht einmal gewusst habe, dass sie erogene Zonen sein konnten. Aber dies darf ich nun hier lernen. Ihr Daumen übt sanften Druck auf einen Punkt unmittelbar unterhalb meines Knies aus, kreist dort – und ich zucke spürbar, überrascht von diesem Funken aus wohltuendem Schmerz und Lust.
„Sehen Sie, Ihre Beine sind nicht nur wunderschön, sie fühlen auch noch sehr gut an …“, flüstert sie neckend und streicht bewusst weiter nach oben. Mit fast wissenschaftlicher Akribie findet sie jene Sehnen und Hautpartien, die in mir ein Prickeln auslösen, wie ich es nie erwartet hätte. Und es noch nie gefühlt habe.
Wenn der Sommer neu beginnt
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Wenn der Sommer neu beginnt
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