Wenn der Sommer neu beginnt

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Wenn der Sommer neu beginnt

Wenn der Sommer neu beginnt

Chloé d'Aubigné

Jetzt gleitet sie mit den Fingerspitzen an meiner Oberschenkelinnenseite entlang, ihre Bewegungen sind selbstbewusst. Wenn ich sie anblicke, merke ich, dass es ihr gefällt. Dass sie wahrscheinlich selbst schon ganz feucht ist. Aber sie hat keine Eile, drängt nicht. Das Tempo steigert sie nur dort, wo es mich atemlos macht. Sie wechselt zwischen sanftem Streicheln und überraschend gekonnten, kräftigeren Griffen, immer wissend, wann ein kurzes Festhalten meine Spannung wachsen lässt – wann ein plötzlicher, punktgenauer Druck auf die Sehnen exakt das in mir auslöst, was sich nach mehr anfühlt.
Ich stöhne unwillkürlich auf, tief und halblaut; Clara lächelt und bewegt ihre Hand weiter, tiefer, erforscht mich. Ihre Professionalität bleibt, auch als ich meine Beine öffne. Und ich bin froh darüber. Aus irgendeinem Grund fällt es mir leichter, mich fallen zu lassen, da ich weiß, dass keine Erwartungen, keine großen Gefühle an dieser Situation hängen. Dass es sich einfach um einen speziellen schönen Moment handeln wird – ohne Konsequenzen. Nur Erinnerungen.
Claras Hände sind mittlerweile bei meinem Slip angelangt. Dem langweiligen Baumwollslip, den ich nie bei einem Date getragen hätte, aber für den ich mich in dieser Situation nicht schäme, der sogar irgendwie passend ist. Mit ihren Fingern fährt sie das Gummiband des Slips entlang, kitzelt dabei sanft die Haut meiner Bauchdecke. Hätte ein Mann mich hier berührt, ich hätte wohl unbewusst den Bauch eingezogen. Aber bei Clara bleibe ich einfach entspannt. Schließe meine Augen.
Für einen Moment vergesse ich alles um mich herum – alles reduziert sich auf Nähe, Berührung, Licht und mein pochendes Herz. Ich fühle, wie ihre Finger in meinen Slip gleiten. Und auch, dass sie ganz genau weiß, was sie tut.

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