Oder war es ein Mann, ein mächtiger Mann? Steffi wusste es nicht, sie starrte ihn nur an und er starrte sie an.
Er beugte sich über sie und seine Haare fielen in ihr Gesicht, sie roch den Schweiß, den Schmutz. Sie konnte sich nicht rühren, wie gefesselt lag Steffi da und musste es ertragen, dass er ihr immer näher kam.
Mit seinen langen Fingern berührte er Steffis Wange. Tastend, fast schon zärtlich, glitten seine Finger über ihren Hals zu ihrer Brust. Sie konnte weder schlucken noch atmen; wie zugeschnürt fühlte sich ihr Hals an.
Dann zerriss er Steffis Oberteil in zwei Teile. Seine schmierigen Finger berührten Steffis Brustwarzen. Dann nahm er ihre Brust und drückte sie so, dass es schmerzte.
Sie wollte schreien, öffnete ihren Mund, doch kein Laut war zu hören. Seine Finger glitten tiefer und tiefer, bis er auch den Slip von Steffis Hüften riss. Sein Gesicht berührte ihren Bauch, ihren Scham. Sie spürte Ekel und Erregung gleichzeitig. Sie wollte schreien, doch immer noch hörte sie nicht ihre Stimme, nur sein Atmen, der immer schwerer wurde.
Dann sah sie sein Gesicht, wie es ihrem immer näher kam. Dunkelheit. Grauen. Sie spürte seine Zunge in ihrem Mund und gleichzeitig etwas, was in sie eindrang.
Erregung? Lust? Oder doch nur Abscheu? Sie wusste es nicht.
Schweiß überströmt wachte sie auf und schob etwas von ihr weg. Doch nur sie und das Donnern des Zuges waren in dem kleinen Zimmer. Sie sah ängstlich zur Tür, doch sie war immer noch im Halbdunkeln zu erkennen. Ihre Kleider klebten an ihrem Körper. Immer noch verwirrt setzte sie sich in ihrem Bett auf, stellte ihre Füße auf den kalten Steinfußboden. Da spürte sie etwas Hartes. Sie beugte sich hinunter und hob ein kleines Stück Holz in der Hand. Es sah aus, wie ein Splitter, der mit Gewalt, aus einer Tür herausgebrochen worden war.
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