Wir sind schließlich auch schon ein ‚paar Tage‘ älter und die Schwangerschaft ist auch nicht ohne Risiko.“
„Freya, du bist aber auch eine. Das solltest du als Psychologin wirklich besser wissen. Du gehst jetzt nach hinten, holst dir deinen Schatz aus dem Ruderstand, und dann beichtest du. Los jetzt! Weg kann er nicht und falls er ausrasten sollte, sind wir ja auch noch da! Na komm, du schaffst das schon.“
Wie ein begossener Pudel, schuldbewusst mit gesenktem Kopf, kletterte sie den schmalen Gang an der Kajüte entlang.
Zweimal blieb sie zögernd stehen, drehte sich um und sah mich fragend an. „Zack, zack!“, wedelte ich mit den Händen vorwärts.
„Leon, kannst du bitte mal runterkommen?“, rief ich laut nach oben.
Er nickte kurz und setzte sich gleich in Bewegung. Jetzt konnte auch Freya nicht mehr anders, als Farbe zu bekennen.
Zusammen verschwanden die beiden unter Deck.
Gespannt wartete ich auf eine Reaktion. Irgendeine … Freudenschreie, wütende Streiterei, Weinen … aber es blieb still. Lange, viel zu lange, wie ich fand. Konnte es sein, dass das Motorgeräusch alles übertönte? Meine angeborene, weibliche Neugier trieb mich zu den Fenstern der Kajüte. Vorsichtig spähte ich um die Kante, meine Augen vor Sonnenlicht geschützt, versuchte ich etwas im Inneren zu erkennen.
Leon hatte sich dicht an Freya gekuschelt, als ich sie unten auf einem der Betten sah. Sie drückte sein Gesicht auf ihren Bauch und streichelte ihm liebevoll übers Haar. Er hatte dazu seine Arme um ihre Hüften geschlungen und weinte auf die nackte Haut seiner schwangeren Liebsten. Ein rührendes Bild, das auch mir feuchte Augen machte. Leon hatte also genauso reagiert, wie ich ihn eingeschätzt hatte. Dieser Mann konnte gar nicht ausrasten. Eine Eigenschaft, die ihm völlig fremd war.
Beruhigt schlich ich wieder ans Bug und legte mich entspannt auf die Matte. Froh darüber, recht behalten zu haben, beschloss ich, den Moment des Paares nicht zu stören. Ich an ihrer Stelle hätte viel zu besprechen und warum sollte es ihnen anders gehen.
Über eine viertel Stunde dauerte es, bis Freya und Leon wieder an Deck auftauchten. Mit verheulten Augen, händchenhaltend und glücklich strahlend, kamen sie zu mir nach vorne.
„Alles gut gegangen! Du hattest recht, wie peinlich, du kennst meinen Schatz besser als ich.“, sagte Freya.
Beide legten sich auch auf die Matten und schmusten, ohne sich von mir stören zu lassen. Es dauerte auch nicht lange, bis Leon eine ordentliche Erektion aufgebaut hatte, die er immer wieder versuchte zu verstecken.
Wer ist Marc?
Josie
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Wer ist Marc?
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