Nur war es nicht die Frage, auf die ich mich vorbereitet und eine passende Antwort zurechtgelegt hatte.
„Chris, ich … wow …, ich weiß nicht. Wenn dir was zustoßen sollte…? Ich glaube, mich überfordert das gerade, ernsthaft. Wenn du …, nicht auszudenken! Falk, die Firma, das Vermögen, die Sachen, Wohnungen, Boote, Autos, … ich hab doch davon überhaupt keine Ahnung.“
„Falk ist noch klein. Du hättest also genug Zeit, dich auf die Situation einzustellen. Natürlich würde er alles erben. Du bist die einzige, der ich das zutraue. Du kennst meine Vermögensverhältnisse, hast den entsprechenden Überblick, kennst die Abläufe in der Firma gut genug, um den Laden am Laufen zu halten. Wenigstens für eine Weile.
Ich würde dir das Apartmenthaus überschreiben und einen angemessenen Betrag, sagen wir fünf Millionen, auf ein Sonderkonto überweisen. Damit dürftest du für die Zukunft abgesichert sein. Ab sofort würden dir jeden Monat fünf Prozent vom Gewinn der Firma auf dein Konto überwiesen werden. Und nun noch etwas …, du müsstest es nicht allein tun. Du hast Shiva und Franzi an deiner Seite.“
„Shiva?“
Mich wunderte, dass ich überhaupt ein Wort über die Lippen gebracht hatte, so trocken wie mein Mund gerade war. Warm und kalt lief es mir im Wechsel den Rücken runter. Meine Augen und den Mund weit aufgerissen. Nur langsam konnte mein Gehirn die Flut an Informationen verarbeiten.
„Ja, Shiva, sie ist meine Halbschwester!“
„Deine Halb…? Du haust mir ein Ding nach dem anderen um die Ohren. Wie soll ich damit klarkommen? Wieder so ein Geheimnis! Wann hattest du vor, mir von ihr zu erzählen, wenn die Entführung nicht gewesen wäre?"
„Josie, denk doch mal nach, wann hätte ich dir meine komplette Lebensgeschichte erzählen sollen? Hatten wir mal auch nur einen einzigen Tag nur für uns allein? Immer war jemand um uns herum. Kollegen, Franzi, Falk. Also wann, Josie?“
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