“ Ich hauchte ihr einen Kuss auf die Hand und wenig später war sie im Hotel verschwunden.
-*-
Der Tag verlief für mich quälend langsam. Immer wieder schaute ich auf die Uhr.
Meine Gedanken kreisten nur um Martina und in mir reifte eine Idee, die ich vor zwei Monaten noch empört abgetan hatte.
Aber das ich sie eventuell nicht wiedersehen würde, wenn die Werkzeugmesse am Sonntag zu Ende ging, hinterließ einen schalen Geschmack in meinem Mund.
Rechtzeitig zum Ende der Messe erreichte ich den Stand von Martina. Schon von weitem sah ich sie und wunderte mich, was für ein ernstes Gesicht sie machte. Gerade wollte ich auf sie zugehen als sie mich sah. Zu meinem Erstaunen schüttelte sie den Kopf.
Was sollte das heißen?
Ich stoppte sofort und versuchte mit Zeichensprache zu ergründen was sie meinte. Es war eindeutig, ich sollte nicht zum Stand kommen.
Erst jetzt wurde mir bewusst, dass wir noch nicht mal unsere Handynummern ausgetauscht hatten, wie sollte ich sie jetzt erreichen?
Ich suchte in meiner Brieftasche nach einer Visitenkarte von mir und stellte mich dann so an den nächsten Stand und beobachtete den etwas dicklichen Herrn Petersen, zu mindestens glaubte ich, dass er es ist. Schon nach einer gefühlten viertel Stunde verließ er den Stand und ich beeilte mich zu Martina zu kommen. Ich reichte ihr meine Karte und fragte sie kurz was los sei?
„Ich habe großen Ärger, erzähle ich dir später. Komm bitte nachher zum Hotel! Du solltest besser jetzt gehen!“
Ich stellte mich so auf den Hotelparkplatz, sodass ich den Eingang im Blickfeld hatte. Eine halbe Stunde später erschien Martina allein und kam direkt auf mich zu. „Kann ich mit zu dir kommen, Herr Petersen ist handgreiflich geworden. Ich hole nur schnell meine Sachen.“
Ich konnte nur nicken, denn Martina wartete eine Antwort nicht ab und war schon auf dem Weg zum Eingang. 10 Minuten später kam sie mit einem kleinen Koffer und einer Handtasche wieder raus.
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