Heute müssen Sie sich wieder einmal auf eine kleine Reise mit mir einlassen. Und nein, wir gehen nicht schon wieder ins Kaffeehaus. Diesmal geht es in die Vergangenheit. Sie erinnern sich vielleicht noch. Das war die Zeit, wo nicht alle Informationen immer und überall verfügbar waren. Und wo man nicht jeden immer und überall erreicht hat. Ja, man hatte weniger Informationen zur Verfügung und musste sich öfter auf seinen Verstand und auch auf seine Gefühle verlassen. Manchmal, wenn ich zurückblicke, denke ich mir, dass das Fehlen unserer modernen Technologie damals dazu geführt hat, dass man sich öfter geirrt hat. Und manchmal denke ich mir, dass ich damals öfter recht hatte. Ich weiß es nicht mehr so genau. Aber ich erinnere mich daran, wie sich beides angefühlt hat. Und dass ich beide Gefühle vermisse.
Jedenfalls, damals, da war ich auch öfters am Flohmarkt. Nicht aus irgendeiner Sammlerleidenschaft heraus, sondern weil ich dieses Gefühl mochte, zwischen all den Dingen herumzugehen, die einmal jemandem etwas bedeutet hatten. Und theoretisch die Möglichkeit zu haben, ein tolles Schnäppchen zu machen. Denn damals, da konnte man nicht eben mal schnell nachschauen, wie viel etwas wert ist. Und auch die Händler, die mussten alles nach bestem Wissen und Gewissen mit Preisen versehen. Natürlich etwas zu hoch, um damit zu verdienen, aber eben doch mit dem Risiko, etwas Wertvolles nicht zu erkennen. Denn man konnte sich ja schwer durch alle möglichen Lexika wühlen, nur um mehr Informationen zu jedem einzelnen Gegenstand zu erhalten.
Jedenfalls, ich war wieder einmal am Flohmarkt. Allein den Geruch liebte ich, diese Mischung aus altem Holz und Staub. So rochen für mich Märchen und Abenteuergeschichten, die es zu entdecken gab.
Wert und andere Irrtümer
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Wert und andere Irrtümer
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