Wettstreit auf Korfu

Ein nicht alltägliches Leben - Teil 28

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Grauhaariger

„Ein nicht alltägliches Leben“ ist die vierte Staffel der Geschichten um die Pilotin Olivia Andersson. Sie hat ihren Beginn in der Zeit nach Corona. Aufbauend auf Eine nicht alltägliche Beziehung, den zweiten Band mit Eine nicht alltägliche Ehe und Eine nicht alltägliche Familie.

„Das ist doch erstmal etwas Schönes!“, stellte Olivia fest. „Freu dich doch, dass sie Dich eingeweiht hat!“
„Fatma hat es ihr angesehen“, meinte Yusuf nachdenklich. „Wissen tun wir es nicht!“
„Der junge Mann am Strand und im Hotel …“, ergänzte Fatma. „und dass sie ihr Buch lesen wollte, allein im Haus!“
Nein, solange man ihm keinen Vorwurf macht, würde Martin nichts erzählen! Er lenkte ab, indem er die beiden fragte, wie es denn damals bei Fatma so war.
Yusuf schaute seine Frau an. „Erzähl schon;“ meinte sie. „Du willst es doch loswerden!“
„Fatma war so wunderschön …“, schwärmte der Türke. „Und ich war achtzehn und hatte mein erstes Auto. Ford Taunus. Ihr Vater hatte großes Vertrauen in mich. Sagte nur immer: Bring sie bloß sicher wieder zurück. Und an einem Abend … in meinem Auto auf dem Rücksitz, da haben wir…! Da wurde sie zur Frau! Meine Frau!“
„Er hat vergessen zu sagen, dass ich damals erst sechzehn war!“ lachte die Türkin.
„Es war doch supergut!“, stellte Yusuf fest. „Und ich liebe dich noch immer!“ Die zwei küssten sich sogar.
„Es gibt also keine Probleme, wenn eure Tochter…?“
„Natürlich nicht!“, versicherten beide Elternteile. „Wir schreiben 2024!“
„Dieser ganze Quatsch, jungfräulich in die Ehe…!“ Yusuf erzürnte sich fast.

*****

Als sie gegen 18:00 Uhr zur Villa zurückkamen, lag Aylin auf einer Liege am Pool. Alle begrüßten sie kurz und wollten schnellstmöglich zur Toilette oder unter die Dusche. Nur Fatma ging auf ihre Tochter zu, drückte kurz ihre Hand und schenkte ihr ein Küsschen auf die Stirn. Dann entfernte auch sie sich.
„Und?“, fragte Martin. Er hatte einen Drink in der Hand und setzte sich auf die Liege neben Aylin.
„Es wäre fast schiefgegangen!“, flüsterte das Mädchen. Er sprach von „μουνί“, gesprochen „mouni“, also Möse, und ich habe immer nur „money“, Geld, verstanden.

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