Wichita Mountains

Nach dem großen Sterben – Teil 8

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Reinhard Baer

Jill und ich blieben noch eine Nacht in der Herberge, denn wir hatten ja Vorkasse leisten müssen und wohnten das jetzt natürlich auch ab. Zu meiner Betrübnis trieben wir es in dieser Nacht nicht, der Honeymoon ging langsam zu Ende. Nach einem halbwegs respektablen Frühstück, das wir aus unseren und ihren Vorräten zauberten, brachen wir auf.

Schattentheater

Wir machten an diesem Tag nur etwa 15 Meilen, wollten uns erst mal aneinander gewöhnen. Alles musste sich einspielen. Wer übernimmt welche Aufgaben, wenn gelagert wurde und ähnliche Fragen waren zu klären. Am Westrand der Wichita Mountains bezogen wir unser Lager. Vor uns breitete sich bereits die endlose Ebene aus, in der wir ein paar Tage unterwegs sein würden. Das Beste an der größeren Gruppe war, dass jetzt das Wache halten durch vier ging. Das bedeutete mehr Schlaf für alle.

Jill und ich verzichteten aber vorher auf ein wenig davon. Während Ellen am Feuer saß, die Winchester griffbereit neben sich und Linda in der Kammer neben uns schlief, so deuteten wir wenigstens die regelmäßigen Atemzüge, rammelten wir wie die Karnickel. Nicht nur im sprich-wörtlichen Sinne, sondern auch in Realita. Jill hatte sich einfach in Richtung meiner Füße in den Vierfüßerstand aufgerichtet und mir ihren ‚be-splipten‘ Arsch entgegengestreckt. Da konnte ich nicht anders und musste doch mal unter dem Stofffetzen nachschauen, was da so los war. Eine Menge, wie ich im fahlen Licht des Mondes und des Lagerfeuers feststellen konnte. Es glitzerte verdächtig zwischen ihren Muschilippen. Mein in Cerespoly so geschundener Schwanz hatte sich längst erholt und konnte eine feuchte Möse wieder sehr gut vertragen. Insofern war der Kamerad schnell ‚oben‘ und ich schnell auf Jill ‚drauf und drin‘. Ich wollte ihr ein kleines Kompliment ins Ohr säuseln, aber sie stoppte mich sofort. „Tsschhsh, leise.“ Sie wollte nicht das Linda oder Ellen was mitbekam.

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