.Es modellierte all diese Kurven und Rundungen, die sie begehrenswert machte perfekt. Unter dem Bett holte sie ein paar goldfarbene Schuhe mit hohem Absatz hervor und zog sie an. Zum Schluss gab sie ein paar Tropfen eines süßen, nach Rosen duftenden Parfüms hinter die Ohren und in den Ausschnitt, dann war sie bereit für alles, was nun kommen würde.
Nachdem sie mit diesem Teil der Vorbereitungen fertig war, ging sie zurück in den Salon, sah aus dem Fenster hoch zu der Straße. Die Dämmerung war bereits fortgeschritten und in Richtung Osten war der Himmel nur noch schwach aufgehellt. Auf dem Damm war nichts zu bemerken, kein Lichtstrahl von Scheinwerfern, keine Motorengräusche, keine Gäste, die sich näherten. Sie war sich nicht sicher, ob es an der Zeit war, denn die einzige Uhr, die sie hatte, war defekt und so konnte sie sich tagsüber nur nach dem Sonnenstand und nachts nach dem der Sterne richten. Aber das störte sie nicht, Zeit war das, was sie in reichlichem Maße besaß. In der Küche schmeckte sie die Suppe ab, gab etwas Salz und Pfeffer hinzu, schmeckte erneut und war zufrieden. Schließlich goss sie sich ein Glas Wein ein und stellte sich erneut an das Fenster. Endlich, nach einer ganzen Weile, sah sie das Licht eines Scheinwerfers, und als es sich nicht mehr bewegte, nahm sie auch die Umrisse eines kleinen Busses wahr. Er hatte, wie üblich, direkt neben dem Weg zu ihrem Grundstück gehalten. Zufrieden vor sich hin summend, nippte sie an ihrem Glas, schaute noch einmal, ob in der Küche alles in Ordnung war, holte eine große Schüssel mit Salat, alles aus ihrem Garten, und stellte sie mitten auf den Tisch. Dann hörte sie auch schon den Hund anschlagen, eine Mischung aus bellen und jaulen, sehr verhalten und ganz friedlich, Laute, die der zur Begrüßung von Bekannten von sich gab. Sie ging zum Fenster und sah wie ein paar Gestalten, den Pfad vom Damm herabstiegen und auf das Haus zukamen.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.