Wie immer

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Wie immer

Wie immer

Yupag Chinasky

Während die Männer sich Bier einschenkten, Dosen mit gekochtem Schinken, mit Schweinefleischpastete und Corned Beef öffneten, verteilte die Frau den Salat auf die kleinen Teller und schnitt das Brot auf. Der junge Mann fragte, ob die Suppe fertig sei und als die Frau bejahte, holte er den schweren Topf und stellte ihn auf den Tisch. Dann verschwand er noch einmal in der Küche und kam mit einem Schöpflöffel, einem Brett und einem schweren Buschmesser zurück. Er fischte geschickt mit dem Messer die beiden Hühner aus der Suppe, indem er sie einfach aufspießte, legte sie auf das Brett und zerteilte sie in diverse Portionen, wobei die Knochen deutlich knackten. Nun waren alle Vorarbeiten erledigt und die Männer reichten ihm ihre Teller. Er füllte sie mit Suppe und gab jedem ein Stück Huhn, doch als Erstes hatte er den Teller der Gastgeberin gefüllt. Als auch diese Arbeit beendet war, zog sich der junge Mann in die Küche zurück. Dort blieb er, während die Gesellschaft die Vorspeisen, den Salat, das Brot und die Gemüsesuppe samt Huhn mit großem Appetit verspeiste, nicht ohne zwischendurch heftig zu rülpsen oder ihr Wohlbehagen auf anderer Weise auszudrücken. Während des Essens wurde eifrig geredet und es wurden reichlich Komplimente an die Gastgeberin verteilt, die sich nicht nur auf die Qualität des Essens bezogen, sondern auch ihr fabelhaftes Aussehen einschlossen. Diese genoss die Aufmerksamkeiten ganz offensichtlich, sie strahlte und plauderte und vergaß auch nicht, kräftig zuzulangen.

Als alle gesättigt waren, erschien der junge Mann wieder, räumte den Tisch ab und brachte zum Nachtisch einen Kuchen, den die Frau gebacken hatte und Früchte, die in der Tasche gewesen waren. Er stellte die Dinge etwas lieblos hin und überließ es der Tischrunde, sich selbst zu bedienen, dafür brachte er aber eine Kanne mit Kaffee und Tassen und schenkte den Kaffee sogar selbst ein.

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