Die Frau indessen, als sie wieder kam, ließ sich nichts anmerken, sie lächelte und sah weiterhin entspannt und aufgefrischt aus. Nun waren noch zwei Männer übrig, die ihren Gang antreten sollten. Sie schauten sich gegenseitig an, dann tuschelten sie miteinander. Man merkte, dass der eine den anderen zu etwas überreden wollte, das dem aber nicht so recht passte. Seine Miene und seine Handbewegungen signalisierten Ablehnung. Der andere ließ aber nicht locker und nun wurde die Ablehnung im Gesicht durch Resignation ersetzt und die Miene des Flüsterers erhellte sich sichtlich. Da er nicht neben der Frau saß, stand er auf, ging zu ihr, beugte sich zu hier herab und nahm sein Flüstern wieder auf, diesmal an sie gerichtet. Auch sie schien alles andere als begeistert zu sein, auch sie schüttelte zunächst mit dem Kopf, dann deutete sie auf den Weidenkorb auf der Kommode. Nun schüttelte der Mann heftig mit dem Kopf und sie sah starr geradeaus. Eine Weile geschah nichts, aber dann begann er wieder zu flüstern. Die Frau runzelte die Stirn und sagte dann laut und für jeden deutlich hörbar, das sei ihr egal, wenn er nur zuschauen wolle, aber bezahlen müsse er dasselbe. Der Flüsterer schien Einwände zu haben, aber dann nickte er. Alle drei, auch der, der handeln sollte, standen auf und verschwanden im Schlafzimmer. Die Spannung bei den Verbliebenen war gestiegen, sie flüsterten aufgeregt und lauschten angestrengt und tatsächlich konnte man diverse Geräusche hören, die aber nicht so eindeutig waren, wie bei dem Auftritt des zweiten Mannes, immerhin quietschten die Matratzen ausdauernd.
Als alle drei wieder am Tisch saßen, die Frau hatte diesmal das Körbchen besonders intensiv inspiziert, war dieser Teil der Abendunterhaltung, mit Sicherheit der Wichtigste, vorüber. Die Runde saß gesättigt und befriedigt an dem großen Tisch und nun hatte der junge Mann seinen großen Auftritt.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.