Wie Irma schwanger wurde

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Wie Irma schwanger wurde

Wie Irma schwanger wurde

Anita Isiris

Entjungfern kann man sie zwar nicht mehr, klar, aber sie haben dieses herzliche, warm-weich-mollige, das normal konfigurierte Männer doch so mögen, durch und durch. Die der Schwerkraft folgenden Brüste. Der Knuddelbauch. Die sich nach zärtlichen Streicheleinheiten sehnende Vulva, weil Roald oder Sebastian, die Gatten, das nicht bringen und die Mama einfach so lieblos nageln, auf dem Küchentisch, während Klein-Lisa und Ulli-Uwe schon tief schlafen. Oder die Fenster reinigende nackte Hausfrau. Welch Elysium, sie von hinten zu bespringen. Erich, Gründer des Pilzzuchtverbands war genauso einer, ein veritabler Lustmolch, man verzeihe hier den veralteten Begriff. Aber er war wirklich so etwas wie ein Molch, das heisst, er wurde zum Molch, wenn sich ihm die Chance auf eine nackte Frau bot, und sei es in der Sauna. Böse Zungen behaupteten, er hätte den Pilzzuchtverband nur gegründet, weil die Frauen im Klub, tief im Wald, sich nach Pilzen bückten und Erich ihre Ärsche studieren konnte, Ärsche, in Freizeithosen gekleidet, oder, im noch besseren Fall, in Leggings.

Nach einem frugalen Hochzeitsmahl vergnügte man sich bei Tanz und viel Alkohol, viel zu viel Alkohol, und Irma, das Bräutchen, musste einige Zoten über sich ergehen lassen.
„Die Braut fängt beim Sex an zu stöhnen. Jaah, gib's mir. Sag mir dreckige Sachen!“
„Küche, Bad, Wohnzimmer...“

Es wurde früher Morgen. Mit einem frechen, schon fast gar ans Besitzergreifende grenzenden Klaps auf Irmas Hintern verabschiedete Erich sich als Letzter. Er war auch der Erste, der gegen 10:00 Uhr am Morgen zum Frühstück erschien. Der Mann war niemals müde, und hungrig glitzerten seine Augen. Nicht etwa hungrig nach Früchten, Müsli, Kornbrot und der grosszügig belegten Fleischplatte, sondern hungrig nach Irmas Ausschnitt. Rainer war nicht dumm, folgte dem Blick seines Trauzeugen, schwieg aber diskret. „Schliesslich gehört eine Braut ein bisschen allen“, dachte er bei sich und schenkte sich Kaffee ein.

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Wie Irma schwanger wurde

schreibt Huldreich

Liebe Anita! Wieder so ein Wuchtbrummer, an dem das allerschönste das neudeutsche Wort "unschwanger" mich geradezu in Exstase versetzt hat: Wundervoll und wunderschwanger! Vielen lieben Dank und liebe unschwangere Grüsse Ulrich

Gedichte auf den Leib geschrieben