Die Wirklichkeit ist aber leider eine ganz andere. Das Personal ist zwar freundlich, doch in den letzten Jahrzehnten scheint nirgendwo etwas gemacht worden zu sein. Überall ist, wie man so schön sagt, der Lack ab. Alles ist verwohnt, und an manchen Ecken fast schon schäbig. Wenn es vielleicht auch sauber ist, macht es doch einen schmuddeligen Eindruck. Dasselbe gilt, gelinde gesagt, auch für die anderen Gäste. Es sind vermutlich die gleichen Paare, die sich dort seit Jahrzehnten treffen, und für die die Verhältnisse normal sind. Hier unanständige Sachen miteinander zu machen, kommt uns so überhaupt nicht in den Sinn. Wir trinken nur unseren Sekt aus, schon sind wir wieder verschwunden. Erst als wir später aneinander gekuschelt im Bett liegen, finden wir das ganze Erlebnis einfach nur noch amüsant. Hemmungslos lästern wir über alles und jeden so lange, bis wir von purer Geilheit getrieben miteinander vögeln. So nimmt der Abend doch noch ein versöhnliches Ende.
Beim zweiten Versuch sind wir deshalb erheblich vorsichtiger. Der Club ist größer, moderner und professionell geführt. Die Internetbilder stimmen mit der Wirklichkeit überein, alles ist sauber, das Personal freundlich und hilfsbereit, besonders uns Neulingen gegenüber. Doch wir merken schnell, dass der Club auch in negativer Hinsicht professionell geführt wird. Alles macht einen sehr kühlen, geschäftsmäßigen Eindruck, das Gemütliche, Intime, Persönliche fehlt uns, aber vielleicht erwarten wir ja auch zu viel. Zusätzlich gibt es keine Anmeldungen, so dass jeder jederzeit vorbeikommen kann.
Wie wir herausfinden, was uns gefällt
Der Club der verborgenen Lust - Teil 1
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Wie wir herausfinden, was uns gefällt
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