Wie wir zu dem kommen, was wir suchen

Der Club der verborgenen Lust - Teil 2

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Wie wir zu dem kommen, was wir suchen

Wie wir zu dem kommen, was wir suchen

Alnonymus

Rechts zähle ich drei, links jedoch zehn Fenster. Schweigend gehen Sarah und ich nebeneinanderher zur Tür, die mit Sicherheit noch aus der Bauzeit des Gebäudes stammt. In die historische Messingklingel ist nur das Wort ‚Contor‘ eingraviert. Ich muss über dieses altertümliche Wort lächeln. Plötzlich wird die Leere in meinem Bauch wieder präsent. Ich traue mich kaum meine Frau anzusehen. Mit einer entschiedenen Bewegung ziehe ich an der Klingel, woraufhin ich irgendwo von innen her ein leises Läuten höre.

Kurze Zeit später öffnet eine groß gewachsene, attraktive Frau, die ich so auf knapp fünfzig schätze, die Tür. „Hallo“, lächelt sie uns an, „ich bin Carla, … und ihr müsst Sarah und Helmut sein?“ „Genau die sind wir.“ bestätige ich, während sie die Tür ganz öffnet und uns die Hand reicht. Carla ist dabei mit ihrer schwarzen Stoffhose und der passenden dunkelroten Bluse ausgesprochen gut gekleidet. Die Eingangshalle, die gleichzeitig das Treppenhaus ist, wir nicht nur durch das große Fenster links neben der Tür gut beleuchtet, nein auch der an der Decke hängende Kronleuchter ist eingeschaltet. Hier scheint alles noch original zu sein. Der Fußboden besteht aus Steinplatten, die Wände sind bis auf Brusthöhe mit wunderbaren, ornamentreichen Fliesen versehen. Ansonsten sind Wände und Decke einfach weiß gestrichen. Die um neunzig Grad gewundene, große Treppe, mit dem prächtigen Geländer, ist ebenso aus dunklem Holz, wie die beiden Türen. Die normalgroße Tür links, unterhalb der Treppe, trägt ein Emailschild mit der Aufschrift ‚Küche‘, die hohe, einflüglige Tür zu unserer Rechten ist hingegen unbeschriftet. Ein Lächeln steht mir im Gesicht, denn sowohl Steinboden als auch Treppe, sind mit dem typischen, roten Kokosläufer ausgelegt. Nichts anderes hätte ich auch erwartet.

Neben der großen Tür zu unserer Rechten, steht ein wuchtiger, alter Schreibtisch.

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