Wieder auf Los

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Wieder auf Los

Wieder auf Los

Abdullah Quasseem

Jetzt lass‘ dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.“
„Na, ich hab’s mir eben selber gemacht, wenn ich mal Zeit für mich allein hatte. Man ist da je selten allein, fast immer mit anderen in der Zelle …“
„Und die wollen’s doch auch … so’n bisschen Sex unter Mädchen stelle ich mir eigentlich ganz schön vor.“ Er ließ nicht locker. Das Thema schien ihn brennend zu interessieren. Seine Wangen waren sichtlich gerötet.
„Wenn man drauf steht, vielleicht,“ antwortete ich ein wenig lakonisch, musste aber kurz kichern, „das sind doch nur typische Männerfantasien.“ Ich versuchte das Thema zu beenden. Es war mir offen gestanden ein bisschen peinlich. Trotz allem kannte ich ihn doch erst seit ein paar Stunden.
„Dann gib ihnen doch ein bisschen Futter. Komm!“ Er gab nicht nach. Seine Augen funkelten. Die Vorstellung von Sexspielen im Frauenknast erregte ihn ganz offensichtlich. Er streichelte mich zwischen den Schenkeln und seine Nudel begann, sich wieder zu füllen. „Ich meine, zwei Jahre nur unter Frauen und das soll nichts gewesen sein, ausgerechnet bei so’ner Wilden wie dir. Jetzt komm schon. Ich behalt’s auch für mich. Versprochen!“ Seine Finger beschäftigten sich wieder mit meiner Möse und ich wurde wieder erregt.
„Na ja, also einmal …“, ließ ich mich hinreißen. Er fing sofort Feuer, küsste meinen Nacken, intensivierte sein Streicheln. „Einmal ist keinmal,“ hauchte er mir ins Ohr, „Erzähl mir alles. Es macht mich an.“ Er hatte mich schon wieder in diesen halbhypnotischen Zustand versetzt. Also begann ich zu erzählen, zögerlich zuerst, von Rashida der Palästinenserin, mit der ich ein paar Wochen in einer Zelle saß, die es sich ständig ungehemmt selber machte und dass das einen auf Dauer nicht kalt lässt. Er drängte mich, weiter zu erzählen, jedes Detail und machte es mir leicht, indem er sich zwischen meine Beine legte und mich mit seiner Zunge liebkoste. Er wurde wieder hart und wir machten es nochmal. Ich ritt auf ihm und schließlich nahm er mich von hinten. Wir waren nicht gerade leise. Das Bett knarzte so heftig, dass ich schon befürchtete, es würde gleich zusammenbrechen. Danach waren wir beide ziemlich geschafft.
Bevor er im Morgengrauen ging, tauschten wir unsere Handynummern und er versprach sich bald zu melden.
„Na, ist dein Hormonhaushalt wieder ausbalanciert?“, erkundigte sich Lena bei einer morgendlichen Tasse Tee mit leicht süffisantem Grinsen. Ich hatte nicht bemerkt, wann sie nachhause gekommen war, aber es war klar, dass sie alles mitbekommen hatte. Meine Miene sagte wohl alles.
„So gut?“, fragte sie.
„Noch besser!“, gab ich zur Antwort und lachte.

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