Wieder mal dieses Kleid

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Wieder mal dieses Kleid

Wieder mal dieses Kleid

Leni Trattner

Er beugt sich an meinen Hals, und seine Stimme streift meine Haut, bevor ich sie überhaupt richtig hören kann.
„Wer denn?“
Ich sehe in den Spiegel. Den geschlossenen Vorhang. Und plötzlich fühlt sich alles erstaunlich einfach an. Erschreckend einfach. Nicht vernünftig, natürlich nicht, aber das war an diesem Tag ohnehin nie der Plan.
„Das ist wirklich keine gute Idee“, sage ich.
Aber ich bewege mich keinen Zentimeter weg.
Im Gegenteil.
Ich drücke ihm meinen Po entgegen. Natürlich ist dies kein dezentes Manöver, aber das ist mir egal. Für mich ist es einfach das geilste Gefühl, das es gibt. Also, beides. Zu fühlen, wie steif er schon ist und meine Pobacken daran zu reiben. Aber auch zu wissen, dass ich dies einfach darf. Ohne dass er sich eine anständigere oder eine nuttigere Frau wünschen würde, sondern einfach mich.
«So abgeneigt scheinst du ihm aber nicht», flüstert er mir ins Ohr.
«Ich vermute, ich habe auch keine andere Wahl», entgegne ich ihm.
«Wie meinst du das?»
«Ich bin schon viel zu heiß, um jetzt abzubrechen»
Er gibt mir dafür einen Klaps auf den Po.
Aber wir beide wissen, dass wir vielleicht nicht ewig Zeit haben.
Der Spiegel zeigt uns beide – und ich kann nicht wegsehen. seine Hände über meine Hüften gleiten, den Stoff anheben, gerade so weit, dass meine Haut darunter freigelegt wird. Ich ziehe scharf den Atem ein.
„Immer noch keine gute Idee“, murmele ich.
„Nein“, sagt er ruhig.
Seine Finger fahren an meinen Beinen entlang nach oben, langsam.
„Dreh dich um“, sagt er leise.
Als ich ihm so gegenüberstehe, ihn küsse, ja, wie eine Teenagerin mit ihm knutsche – nur mit den Händen an Orten, die ich mich als Teenie nie getraut hätte, einfach so direkt zu berühren, fühle ich es: nur ein ganz dünner Vorgang trennt uns von der restlichen Welt. Und dieses Wissen kickt mich unglaublich.

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