Williams Therapie

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Williams Therapie

Williams Therapie

Andreas

Er saß gebannt vor dem Rundfunkgerät. William verfolgte die Neuigkeiten, die der Sprecher mit einer verstörenden Ruhe in die amerikanischen Wohnzimmer brachte. William seufzte. Es war also wieder so weit, dass amerikanische Soldaten in Frankreich gegen die Deutschen kämpften. William freute sich über die begonnene Invasion in der Normandie, da sie Nazi Deutschland schwere Verluste zufügte, aber er spürte auch eine tiefe Trauer in sich. Willi bedauerte nicht nur, dass die Amerikaner erst so spät eingriffen. Die Nachrichten von Schlachtfeldern in Europa brachten die vertrieben geglaubten Geister in sein Leben zurück. Der Familienvater dachte an seine verlorenen Freunde, denen er in Frankreichs Schützengräben nicht helfen konnte. Willi rutschte in eine Depression, die derjenigen ähnelte, die ihn nach seiner Heimkehr 1918 ereilt hatte. Martha bemerkte Williams erneute Wesensänderung. Sie wusste um seine Gefühlslage, obwohl er nie viel von seinen Kriegserlebnissen erzählte. Sie beobachtete mit Sorge, wie Willi sich immer mehr zurückzog. Seine Schwermut ließ ihn zunehmend teilnahmslos erscheinen. Er unterstützte Martha nicht einmal, als die Zwillinge in einem Jazz-Club aufgegriffen wurden und die Polizei vor der Tür stand. Da die Mädchen noch nicht das 21. Lebensjahr erreicht hatten, mussten die Eltern eine Geldstrafe entrichten. Gladys und Penny bekamen zusätzlich die Auflage, Arbeitsstunden in einem Altenheim abzuleisten. Martha fand diese Sanktion unzureichend! Die enttäuschte Mutter hätte sich gewünscht, dass Willi ein ernstes Wort mit seinen Töchtern spricht, aber es schien, als interessierte ihn dieser Vorfall kaum. Martha musste also ihre älteste Tochter Susan um Hilfe bitten. Gladys und Penny sträubten sich vergeblich gegen ihre Strafe. Martha beförderte Penny über ihre Knie, während Susan Gladys vornahm. Die beiden 18-Jährigen lernten schnell, dass sie sich nicht jede Freiheit herausnehmen konnten. Jedenfalls nicht ohne die entsprechenden Konsequenzen in Kauf zu nehmen. William hörte zwar den Lärm, der aus der Küche drang, aber er zeigte keinerlei Reaktion. Er sah nicht einmal auf, als die Zwillinge mit verweinten Gesichtern die Treppe hinaufstürmten, um sich in ihrem Zimmer die versohlten Popos zu reiben. Martha kam mit Susan hinterher, aber auch das riss William nicht aus seiner Lethargie. „Wir haben Gladys und Penny bestraft, William. Du solltest wenigstens mit ihnen reden, damit sich so etwas nicht wiederholt!“ William versprach es seiner Frau, obwohl er keine große Lust verspürte. Susan fragte ihre Mutter besorgt, ob sie etwas tun könne. Martha schüttelte den Kopf. Sie kannte ihren Mann gut genug, um zu wissen, dass es nicht so leicht war, um ihn aus dieser Krise herauszuholen. So vergingen die Tage, indem Willi vor dem Radio saß. Die Bilder von den Schlachtfeldern tauchten wieder auf und stießen ihn immer tiefer in die Dunkelheit. William sah seine Kameraden, die in Schlammpfützen starben, während das Dauerfeuer der feindlichen Stellungen auf sie niederprasselte. Jede neue Nachricht von der Front verschlimmerte seinen Zustand. William spürte die volle Last seiner verdrängten Kriegserlebnisse. Martha sah mit Erschrecken, dass Willi immer dünner wurde. Ihr Mann spürte kaum noch Appetit, was Martha zusehends mit Sorge erfüllte. „So kann es nicht weitergehen!“ murmelte sie, als William wortlos auf der Couch saß. Martha spürte, dass sie etwas unternehmen musste. Sie dachte an Williams Heimkehr, die sie damals so sehnsüchtig erwartet hatte. Martha fiel ihr Versprechen wieder ein!

Ein Lächeln lockerte ihre Gesichtszüge, als sie sich daran erinnerte. Martha sah das junge Mädchen vor sich, das mit verweinten Augen auf seinem Bett lag. Harriet nahm ihre Tochter spät abends in Empfang, nachdem sie mit Willi eine Kinovorstellung besucht hatte. Martha verspätete sich, was ihre Mutter nicht durchgehen ließ. Die empörte Frau verkündete ihrer ältesten Tochter, dass sie Hiebe bekommen sollte. Die junge Frau reagierte mit Entsetzen, da sie wusste, welchen Körperteil die Mama dabei im Sinn hatte. Martha konnte trotz ihrer Bitte nicht verhindern, dass Harriet zu dieser strengen Maßnahme griff. Die 18-jährige Martha bekam es sogar auf den nackten Hintern, was eine zusätzliche Beschämung bedeutete. Als Harriet Stone ihre Tochter verlassen hatte, gab Martha ihr Versprechen ab. Sollte ihr William gesund nachhause kommen, dürfte er sie erneut versohlen. Damals tröstete sie der Gedanke. Über Willis Knien würde sie sich bestimmt wohler fühlen als über Mama Harriets Schoß. Martha sah zu Willi, der sie kaum wahrnahm. Das Versprechen war ihr sehr ernst. Martha fand es ein Wunder, dass Willi ohne körperliche Verletzungen aus Frankreich heimkehrte. Sie war immer der Überzeugung, dass ihr Gelöbnis damit zu tun hatte. Deswegen löste sie es auch ein. Martha erregte sich an der Erinnerung an diesen besonderen Tag. Nachdem sie ihn reichlich geneckt hatte, schritt Willi endlich zur Tat. Martha schmunzelte, als sie sich diese süße Bestrafung ins Gedächtnis rief. William war inzwischen eingeschlafen. Martha legte ihm eine Decke über die Beine, ehe sie nach den Zwillingen schaute. Zuerst reagierten sie nicht auf ihr Klopfen, aber dann öffnete sich doch die Tür ihres Mädchenzimmers. Martha nahm ihre Lieblinge in den Arm. Gladys und Penny entschuldigten sich für den Ärger, den sie durch ihren unerlaubten Club Besuch heraufbeschworen. Martha war froh, dass die Mädchen Einsicht zeigten. Martha sprach die Hoffnung aus, in Zukunft auf derartige Strafen verzichten zu können. Pennys und Gladys glühende Wangen zeigten deutlich, dass sie dasselbe empfanden. „Ihr werdet das Wochenende bei Oma verbringen. Susan möchte sowieso Linda besuchen und es wäre mir lieb, wenn ich mit eurem Vater zwei ruhige Tage verbringen kann. Dad nimmt der Krieg sehr mit und er braucht etwas Ruhe. Versprecht mir, dass ihr brav seid, wenn ihr bei Großmutter zu Gast seid!“ Penny und Gladys nickten. „Wir sind ja nicht verrückt, Mama! Oma nimmt ganz bestimmt keine Rücksicht auf unsere Popos, wenn wir sie verärgern. Sie wird eher noch fester zulangen, wenn sie merkt, dass wir von dir und Susan Haue gekriegt haben. Du brauchst dir also keine Sorgen machen; sie wird keinen Grund finden, um uns zu versohlen!“ Martha lächelte. „Das will ich für euch hoffen. Es sollte in eurem eigenen Interesse liegen, dass Großmutter nicht zu ihrer Haarbürste greift. Ihr wollt ja kaum mit schmerzenden Popos eure Arbeitsstunden antreten!“ Die Zwillinge versprachen, dass es nicht dazu käme. Martha war erleichtert. Das kommende Wochenende würde nur Willi und ihr gehören. Sie wollte alles daransetzen, um ihrem Mann aus seiner Krise herauszuhelfen. Martha war bereit, dafür einiges einzusetzen. Als sie die Zimmertüre geschlossen hatte, zog Gladys ihre Pyjamahose herunter. „Wenn ich mir meinen Hintern anschaue, wundert es mich nicht, dass ich ungern sitzen mag.“ Penny betrachtete den roten Po ihrer Schwester, der ihrem eigenen ähnelte. „Mir geht es genauso. Wir sollten von nun an vernünftiger sein, Gladys!“  Während die Schwestern den Zustand ihrer Popos beklagten, hüpfte Susans Herz vor Freude. Martha forderte ihre älteste Tochter auf, das ganze Wochenende bei ihrer Freundin zu verbringen. Linda gehörte schon beinahe zur Familie. Harriet und auch William mochten die liebenswürdige, junge Frau. Williams Vorurteile lösten sich auf, nachdem er Linda näher kennenlernte. Sie war eine liebenswürdige, intelligente Frau, die Susan aufrichtig liebte. Natürlich hatte Willi Bedenken, da eine gleichgeschlechtliche Beziehung gesellschaftlich verpönt war. Susan und Linda gaben deshalb acht, sich nicht als Paar in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Geschichte mit Miss Clancy blieb beiden Frauen im Gedächtnis. Es gab genug Menschen wie diese bösartige Nachbarin, die anderen ihr Glück nicht gönnen wollten.  Susan küsste ihre Mutter. „Ich danke dir, Mama, dass du Linda akzeptierst. Du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet!“ Martha umarmte ihre Tochter. „Linda ist eine ganz Liebe. Ich bin froh, dass du sie gefunden hast, mein Schatz!“ Susan verabschiedete sich. Sie vergaß aber nicht, Martha ein schönes Wochenende zu wünschen. „Vielleicht geht es Papa ja besser, wenn ihr mal ganz für euch seid!“ Susan hoffte es sehr.

Kurz nachdem Susan das Haus verlassen hatte, stiegen Gladys und Penny in den Buick ein. Willi verzog keine Miene, als seine Töchter sich vorsichtig auf dem Rücksitz niederließen. William war in Gedanken gefangen, in denen die Mädchen keinen Platz hatten. Er hielt vor dem Haus seiner Schwiegermutter. Die Mädchen begrüßten ihre Großmutter, die sie lächelnd in Empfang nahm. Willi nahm die skeptischen Blicke seiner Schwiegermutter wahr. Harriet entging nicht, dass er sich in einer schwierigen Phase befand. Sie hatte damals mit Martha gebangt, dass der junge Mann gesund den Krieg überstehen sollte. Harriet wusste von genug Bekannten, denen dieses Glück nicht zuteilwurde. William wollte aber auch mit Harriet nicht über seine Trauer reden. Er verabschiedete sich von den Zwillingen, ehe er eilig ins Auto stieg. William fragte sich, warum Martha die Mädchen zu ihrer Oma schickte. In Gedanken versunken parkte er den Buick ein, um dann grußlos an Martha vorbeizugehen. Martha rief ihn etwas später zum Essen in die Küche. Willi stocherte lustlos in seiner Lasagne herum. Martha zuliebe aß er wenigstens eine Kleinigkeit. William konnte sich immer noch nicht erklären, was Martha dazu bewogen hatte, die Mädchen über das Wochenende aus dem Haus zu schicken. Vielleicht wollte sie Susan eine Freude machen, indem sie bei Linda schlafen durfte. Die Zwillinge hätten aber bestimmt gerne auf einen Besuch bei ihrer Oma verzichtet. Willi lächelte müde, als er an die energische Harriet dachte. Als er rauchend auf der Veranda saß, nutzte Martha diese Gelegenheit. Sie lief mit schnellen Schritten ins Schlafzimmer. Martha stellte sich vor den hohen Spiegel, weil sie sich darin in Gänze betrachten konnte. Mit rotem Kopf hob sie ihr Kleid. Martha drehte sich, bis ihre Kehrseite im Spiegelbild aufblitzte. Sie beugte sich etwas nach vorn, um in dieser Stellung ihr Höschen nach unten zu ziehen. Martha betrachtete mit zufriedener Miene ihren nackten Po.

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