Willkommen in meinem Reich

Feenzauber - Teil 2

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Willkommen in meinem Reich

Willkommen in meinem Reich

Peter Hu

Du bist unser Gast. Also sollst auch du die Lust und Freuden genießen, die die Töchter unseres kleinen Reiches in sich bergen. Bald wirst du spüren, dass jede hier eine kleine Königin ist. Schenke ihnen Liebe. Dann wird sie wird dir hundertfach vergolten. Deine Liebe zu Ihnen, soll dann eins werden mit der Liebe zu unserem wundervollen Land.“
„Siehe dich bei uns um, ...und lerne. Dann verbreite dein neues, „Altes Wissen“ wieder in der Menschenwelt. Nicht frivole Lebenslust und Müßiggang, sondern Habgier und Neid, sind die wirklichen Todsünden, die die Welt verderben. Und nicht zuletzt eure Pfaffen haben dieses Übel über die Welt gebracht.“
„Wir waren heute auf der Jagd, um das große Fest für dich auszurichten. Ja, du bist unser Ehrengast. Lass uns also den Geist des Eichhörnchens ehren, das heute das letzte Morgenrot gesehen hat. Es starb glücklich. Der Pfeil traf gut und völlig unerwartet. Mögen seine Kinder auch morgen noch fröhlich in diesen Bäumen tanzen. Das ist der ewige Kreislauf des Lebens.“
...„Musik!“ Befahl der König, ...und geleitete den Gast an die Ehrentafel.
Feinste Harfen und Flöten erklangen in betörender Melodie. Man hatte die Instrumente liebevoll aus Eichhorn und Vogelbein geschnitzt. Egidius bewunderte die außerordentliche Handwerkskunst. Sie grenzte schon an Zauberei. Genau wie das Können der Musikanten.
Einer Droge gleich, nahm die Musik von ihm Besitz. Beinahe hätte er sogar seinen beißenden Hunger vergessen. Erst als man ihm den Braten unter die Nase schob, erwachte er aus seinem wundersamen Sinnen.

*

„Der Zauber wirkt“, ...flüsterte die Feenkönigin. Kokett grinsend, knabberte sie an einer saftigen Keule, während der König ihr Knie tätschelte. Warmes Bratenfett troff ihr vom Kinn. Es landete wohl platziert zwischen ihren spitzen Brüsten. Wie hypnotisiert, verfolgten des Landvermessers Augen die glänzende Spur, als wollten sie das Tal zwischen den rosigen Hügelkuppen ausmessen.
Mit einer Scheibe frischen Birkenrindenbrotes, tupfte der Herrscher seine Gattin sauber.
„Deine Haut hat heute wieder eine unwiderstehliche  Würze.“ ...schmeichelte er mit lüsternem Blick.
„Wirst du mir heute die Gunst erweisen? Ich habe mich ja so lange nach dir verzehrt.“
Ein leiser Stich von Eifersucht, traf Egidius noch immer, als er des Königs Worte vernahm. Noch hatte er die drei verführerischen Elfenschwestern nicht bemerkt, die ihn schon eine Weile interessiert beobachteten.
Wie konnte er diese Wunderwesen, in ihren identischen Laubkostümchen, nur übersehen? Dabei kümmerten sie sich emsig um sein leibliches Wohl. Da konnte man wieder einmal deutlich sehen, wie blind die unselige Eifersucht den Menschen doch macht...
Dabei hatte das Herrscherpaar seinem Ehrengast das sinnlichste Geschenk gemacht, dass das ganze Reich zu bieten hatte. Mai, Juni und Juli, waren die Drillinge des Sommers. So identisch, dass sie sich selbst untereinander nicht unterscheiden könnten, wären da nicht jene winzig kleinen Muttermale gewesen, die die Natur an unterschiedlichen Stellen ihrer verführerischen Körper angebracht hatte. Teuflisch schöne, verführerisch dralle Körper…

...die wir im nächsten Teil ausgiebig vorstellen wollen

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