Erschreckt blickte unser Landvermesser von der höchsten Eiche des Forstes, in eine erschreckend gellende Tiefe. Unter ihm lag ein gewaltiger, undurchdringlicher Wald.
„Willkommen in meinem Reich,“ ...begrüßte sie ihn abermals mit stolz ausholender Geste.
„Ist dieser Anblick nicht herrlich? Wie kann man den Wert eines Forstes nur in Holz oder Grundstückspreisen bemessen? Hier ist alles voller Leben, voller Wachstum und Gedeihen. Und ohne seine frische Luft, würde uns allen der Atem vergehen.“
„Ja, wirklich herrlich.“ ...stotterte Egidius, nun im vollen Bewusstsein der gigantischen Tiefe vor seinen Füßen. Einer Tiefe, die ihn schwindeln und frösteln ließ. Seine Augen tasteten nach sichererem Halt…
...sie fanden ihn in den Kniekellen dieser äußerst verführerischen Fee, die sich zum Glück gerade wieder in die sichere, tiefe der Baumhöhle zurückzog. Begehrlich umfasste er ihre zierliche Hüfte.
„Nicht so gierig, Egidius Landvermesser!“ ...schalt sie ihn in freundlicher Bestimmtheit.
„Es freut mich zwar sehr, dass ich dein Begehren wecke. Aber bisher hast du noch keine meiner Fragen beantwortet. Außerdem, das sollst du wissen, habe ich dich nicht ausschließlich zum Vögeln eingefangen. Du sollst hier etwas lernen.“
„Nur wenn du hübsch gelehrig bist, werde ich dir zur Belohnung noch einmal eine Kostprobe meiner Gunst gewähren. Aber wisse: Ich bin die Königin der Feen. Du hingegen, nur ein einfacher, augenblicklich etwas geschrumpfter, nimmersatter Mensch. Mein Schoß kann tausendfaches Leben spenden; ...millionenfache Freuden dem, der Freuden verdient. Aber er kann auch verschlingen, ...und die Sterblichen an die Sterblichkeit erinnern, sollten sie mich enttäuschen oder gar betrügen.“
„Was den Moment angeht, genieße ihn und tritt erneut mit mir an die Pforte. Fürchte dich nicht, ich lasse nicht zu, dass du stürzt. Erfreue dich an diesem Ausblick.
Willkommen in meinem Reich
Feenzauber - Teil 2
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Willkommen in meinem Reich
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