Wilma zeigt ihr Schäfchen

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Wilma zeigt ihr Schäfchen

Wilma zeigt ihr Schäfchen

Anita Isiris

Unter einem violett-blauen Himmel wirkten Stockhorn, Niesen und Silberhörner wie Scherenschnitte auf schwarzem Papier.

Wilma ging rasch nach drinnen, um sich nicht zu erkälten, schloss hinter sich ab, ging nach oben in ihre Schlafkammer und schlüpfte ins weisse Nachthemd. Sie schlief rasch ein. Und wieder war sie da, die schwere, grosse Hand. Dieses Mal bewegte sie sich etwas forscher, kraulte frech ihr Schamhaardreieck. Wilma versuchte, sich zu entziehen, aber es fiel ihr schwer. Sie presste ihren Unterleib der Hand entgegen. Die Hand reizte, streichelte, liebkoste, forderte. Der Mann drang schliesslich mit zwei Fingern in sie ein. Wilma wand sich vor Lust und wäre beinahe aus dem schmalen Bett gefallen. Diese Betten waren für schlafende und nicht für liebende Menschen gezimmert worden. Da teilte eine ruhige Männerstimme den Schleier der nächtlichen Stille. „Zeig uns Dein Schäfchen, Wilma. Sei unser Sennentuntschi.“

Als Wilma die Augen aufriss, war der Traum nicht vorbei. Norbert sass an ihrem Bettrand und lächelte sie an. Dazu stimulierte er beiläufig ihre Cliti. Wilmas Nachthemd war bis zum Nabel hochgeschoben; ihr Unterleib lag frei, zur Ansicht für jeden. Um ihr Bett standen im Halbkreis sechs Männer in Sennenkutten, und alle waren untenrum nackt. Sechs wettergegerbte Gesichter, sechs muskulöse Schulterpartien, sechs lange, harte, geäderte Schwänze mit violett-blauen Eicheln. Alle betrachteten Wilmas Schäfchen, Wilmas schwarzes Wollschäfchen, und waren fasziniert von dem, was Norbert mit dem Schäfchen machte. Wieder schob er ihm zwei Finger in den Mund, so, als wollte er es füttern. „Zeig uns Dein Schäfchen, Wilma, komm, ja, Du schaffst es. Wilma versuchte, sich einzukriegen, aber ihre Erregung war zu stark. Sie keuchte und zerfloss in einem warmen, sonnigen Orgasmus. Dann knöpfte Norbert ihr Nachthemd ganz auf und schob den Stoff zur Seite. Wilmas prachtvolle Brüste kamen zum Vorschein. „Jetzt seid Ihr dran, Männer“, sagte er feierlich. „Nehmt Euer Sennentuntschi, nehmt es, wie es Euch beliebt.“ Er küsste Wilma auf den Mund, stand auf und verliess die Schlafkammer.

Die wüste Orgie, die die sechs Sennen mit Wilma veranstalteten, ist nicht verbrieft. Die ganze Nacht wurde gebaggert, gejauchzt und geschrummt.

Als der Amstutz-Bauer zwei Tage später zum Rechten sehen wollte, fand er hungernde und schlecht gepflegte Ziegen vor. Drei Kühe waren ausgebüxt, und die Tür zur Scheune war fest verschlossen. Der Schlüssel passte nicht; der Amstutz-Bauer musste die Tür aufbrechen. Sie fühlte sich an, als wäre sie aus schwerem Eichenholz gefertigt. Die Überreste einer Gerstensuppe deuteten darauf hin, dass Wilma vor kurzem noch da gewesen war. Der Bauer stürmte nach oben, riss die Tür zur Schlafkammer auf. Auf dem schmalen Bett lag eine Stoffpuppe mit enormen Brüsten. Die Stelle, an der die Beine zusammentrafen, war mit Seide ausgepolstert. Die Puppe hatte wundervolles langes Haar. Sie sah aus wie Wilma. Der Amstutz-Bauer drehte die Puppe auf den Bauch. Auf ihre ausladenden Hinterbacken war mit weissem Garn das Wort „Sennentuntschi“ gestickt.

Tags darauf entdeckten Wanderer zwischen Sigriswil und Interlaken in einem Graben eine zertrümmerte Harley Davidson-Maschine. Darin war ein Skelett verkeilt, an dem verwesende Hautfetzen hingen. DNA-Analysen ergaben, dass es sich um die Überreste von Norbert Kammer, den Schwager von Wilma Saner, handelte.

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