Zum Glück, sagt sie, sind es keine tiefen Wunden, sondern nur oberflächliche Abschürfungen. Sie kniet sich vor ihn hin und geht wieder geschickt und sanft und vorsichtig ans Werk, fast wie eine Krankenschwester. Während sie mit dem Handtuch reibt und tupft und sich tief über die Knie beugt, ermöglicht sie ihm einen sehr offenherzigen Einblick in ihren weiten Ausschnitt. Er empfindet diesen Anblick als Wohltat, als Ablenkung und als Trost für die Schmerzen und betrachtet hingebungsvoll die Rundung ihrer Brüste, sieht manchmal die Ansätze der Brustwarzen und kann seine Vermutung bestätigen, dass sie keinen BH trägt. Dafür entdeckt er aber in diesem Intimbereich etwas anderes, etwas, das ihm bisher nicht aufgefallen ist, ein kleines goldenes Kreuz an einem dünnen Goldkettchen. Dieses Kreuzchen hat eigentlich seinen Platz zwischen ihren Brüsten, verlässt ihn aber, wenn die Trägerin sich weit vorbeugt und hüpft dann sogar über den dunklen Rand der lila Bluse. Wenn sie sich wieder zurück lehnt und das neugierige Kreuzlein nicht mehr in den Schattenbereich findet, befördert sie es mit einer kurzen Handbewegung auf seinen angestammten Platz zwischen den Halbkugeln. Es ist wie ein Ritual, wie eine Zwangshandlung und er könnte fast vorhersagen, wann der point of no return erreicht ist und das Kreuzchen Hilfe für die Heimkehr braucht. Die Ablenkung hält nicht lange an, denn am Ende ihres Kniefalls und seiner Kniereinigung kommt natürlich auch hier das Jod zum Einsatz, als ob sie, ein kleiner Teufel, die gerade genossenen Wonnen ihm wieder gründlich vergällten wollte.
Während die Frau ihn säubert, lässt er sie erneut wissen, wie froh er ist, weil sie ihn nicht abgewiesen hat und dass es ihm guttue, mit jemandem über das Ereignis zu reden, über diesen vermaledeiten Windstoß, etwas, was er so noch nie erlebt habe und das er auch nie mehr erleben wolle.
Wind 1
31 27-42 Minuten 0 Kommentare
Wind 1
Zugriffe gesamt: 3566
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.