Er nickt. Sie steht aber nicht auf, um mit dem Werk zu beginnen. Sie bleibt sitzen, obwohl die Tasse nun leer ist, sie druckst etwas herum, dann erscheint ein vorsichtiges Lächeln auf ihrem Gesicht und schließlich rückt sie mit dem Vorschlag heraus, dass er auch hier im Haus schlafen könne. Nicht unbedingt in ihrem Bett, das müsse nicht sein, fügt sie hastig, fast etwas erschrocken hinzu, aber dort auf dem Sofa. Das sei zwar etwas zu kurz für ihn, aber eine Nacht würde er schon überstehen. Nach dem Essen, begründet sie ihren Vorschlag, sei es ohnehin Abend und er könne dann nicht mehr weiter fahren. Allein könne man in der Nacht hier nicht fahren, die Straßen seien schlecht und es gäbe Banditen. Er würde also hierbleiben, wieder wartet sie gar nicht erst ab, dass er sich zu dem Vorschlag äußert, seine Freude oder seine Dankbarkeit bezeugt, sie geht wohl davon aus, dass man solche Vorschläge nicht ablehnen könne. Also, wenn er hier bleiben wolle, müsse er ein Bad nehmen. Ja, das sei notwendig, sie habe vorgehabt, selbst ein Bad zu nehmen, das Wasser im Boiler sei heiß genug, aber nun könne er es haben, keine Widerrede. Er solle ihr helfen, die Wanne zu holen und dann baden und das würde ihm verdammt gut tun und ihr auch, denn sie habe das Gefühl, dass die Reinigung mit der Waschschüssel nicht ausgereicht habe und außerdem, sie verzieht ihr Gesicht in gekünstelter Abscheu, würde er stinken. Bei diesen Worten schnüffelt sie in seine Richtung und verzieht das Gesicht noch mehr und muss dann vor lauter Lachen prusten. Er glaubt wieder, sich verhört zu haben. Sie hat von bano geredet und das kann Bad aber auch Klo bedeuten. Aber während er noch über ihre Worte nachdenkt, wiederholt sie ihre Aufforderung, er solle mit kommen und ihr helfen die Wanne zu holen. Bevor er zustimmen oder ihr Angebot ablehnen kann, ist sie aufgestanden, hat die Tür zum Hinterhof geöffnet und winkt ihm zu, er solle endlich kommen.
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