Stock zu fahren, hatte ich das Gefühl, dass die Leute, die schon in der Kabine waren, mich eigenartig anlächelten. Kurz bevor sich die Kabinentür schloss, hielt Jeromi Kaminski seine Hand dazwischen und stoppte so die Mechanik. „Moin Leute, darf ich noch mit?“ Mehrstimmiges Gemurmel der anderen Passagiere waren entweder Antwort auf seinen Morgengruß oder Bejahung, dass er noch mitdurfte, genau konnte das wohl nur jeder für sich beantworten.
Jetzt stand Kaminski, wie er hier im Haus allgemein genannt wurde, direkt vor mir und ich ahnte schlimmes: „Na, Ludger, du kleiner Schwerenöter, hast du unsere Bohnenstange endlich rum gekriegt? Sie schwärmt ja in den höchsten Tönen von dir, unsere Biggi!“
Ich hatte das Gefühl, gegen eine Wand gelaufen zu sein. Was spielte sich hier ab? War ich im falschen Film? Deutlich spürte ich wie alle Blicke auf mich gerichtet waren und nun neugierig meine Reaktion warteten.
Meine Mutter hatte mir Mal einen Tipp, bei einer ähnlichen Situation gegeben: >Am besten auf den Zug aufspringen, dann geben die Klatschmäuler schnell Ruhe!<
Ich erwiderte: „Ja, Biggi ist schon was ganz Besonderes. Allerdings ganz im Gegensatz zu dir, weiß sie was sich gehört und würde ein Gerücht nicht weiter tragen. Und solltest du weiterhin solche Lügengeschichten über sie Verbreiten, dann werde ich dich persönlich aufsuchen und darauf solltest du besser verzichten!“
In dem Moment hielt der Fahrstuhl und ich konnte aussteigen. Hinter mir hörte ich noch, wie einige in der Kabine Kaminski runter putzten, innerlich freute ich mich und dankte im Stillen meiner Mutter.
In meinem Büro rief ich sofort Biggi an und bat sie zu mir, wir mussten das klären! Schon am Telefon spürte ich ihre Unsicherheit. Aber sie saß mit mehreren Kollegen im Zimmer und ich alleine, deshalb war es besser sie kam zu mir.
Wirbelwind
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Wirbelwind
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