Zur Begrüßung hauchten wir uns Küsschen auf die Wangen und dann begleitete ich sie zum Auto, öffnete die Tür und ließ sie einsteigen. Als ich endlich neben ihr im Auto saß, fand ich meine Sprache wieder: „Du bist eine wunderschöne Frau, warum hast du dich immer so versteckt?“
Ich bemerkte die leichte Röte, die über ihr Gesicht huschte, „Danke!“, sagte sie leise. Zuckte dann etwas verlegen mit den Achseln. „Erzähle ich dir vielleicht später, ok?“
Unser Essen war traumhaft, auch wenn Biggi wie ein Spatz aß.
Auch unsere Unterhaltung verlief erstaunlich gut. Ich hatte nicht erwartet, dass sie so witzig und unterhaltsam erzählen konnte. Sie berichtete davon, dass sie Roswita auf dem Kopf zugesagt hatte, dass sie die Gerüchte in die Welt gesetzt hatte! Daraufhin war Roswita sehr ausfallend geworden und hatte angedroht sich versetzen zu lassen.
Auf meine Frage, warum sie sich bisher immer hinter dieser Schlapperbekleidung versteckt hatte, sagte sie und ich spürte Erleichterung in ihrer Stimme: „Ich wurde in der Schule immer sehr wegen meiner Schlankheit gehänselt. Deshalb habe ich immer weite Kleidung getragen. Erst du hast mich ermutigt es zu ändern und mehr von mir zu zeigen. Du warst der erste der hinter meine Fassade gesehen hast!“
„Aber ich habe doch gar nichts gesagt?“ Versuchte ich einzuwenden.
„Nein, aber dein Blick verriet dich! Und als du mir sagtest, dass ich gut rieche, habe ich Begehren in deinen Augen gesehen und irgendwie hat das etwas bei mir ausgelöst. Am Abend habe ich mir gesagt, warum versteckst du dich, du bist selbstbewusst genug, zu deinem Aussehen zu stehen! Also habe ich meinen Schrank durchsucht und all die weiten und unmodernen Klamotten in die Altkleidersammlung gebracht. Ein paar moderne Sachen habe ich ja, aber die trage ich nur wenn ich alleine irgendwo hingehe, wo mich keiner kennt. Allerdings brauche ich jetzt dringend Nachschub.“
Wirbelwind
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Wirbelwind
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