Wirbelwind

52 11-17 Minuten 0 Kommentare
Wirbelwind

Wirbelwind

Sven Solge

Biggi war nicht unbedingt das, was ich mir von einer Frau vorstellte. Sie war nicht gerade eine Schönheit, aber auch nicht hässlich.
Biggi war groß, bestimmt über 190, ich hatte sie nie danach gefragt. Hinzu kam, dass sie spindeldürr war. Das einzig wirklich herausragende Merkmal, waren ihre langen roten Haare, die ihr fast bis zum Po reichten. Ich war oft versucht in diese Lockenpracht zu greifen, wenn sie mal in meiner Nähe war, doch zum Glück konnte ich mich gerade noch genug beherrschen.
Ein Kollege von uns hatte es mal bei ihr versucht und es bitter bereut. Ohne etwas zu sagen hatte sie ihm die Faust aufs Auge gedonnert und sich umgedreht und war gegangen.
Von da an machten meine männlichen Kollegen einen Bogen um Biggi. Auch wenn Patrik nie ein Wort darüber verlor, woher er das blaue Auge bekommen hatte, so sprach es sich in unserer Firma trotzdem schnell rum.
Biggi und ich arbeiteten in unterschiedlichen Abteilungen und sahen uns deshalb nicht so oft. Wir begegneten uns nur ab und zu am Kopierer und sprachen dort nur das nötigste. Aber immer höflich und unverbindlich, obgleich sich hinter ihrer unmöglichen Kleidung eine wirklich attraktive Frau verbergen müsste?
Eines Tages sollte es sich aber total ändern!
Ich war gerade auf dem Weg zum Kopierraum, als ich schon von weitem eine kreischende und fluchende Stimme hörte. Als ich vorsichtig um die Ecke lugte sah ich zuerst nur einen kleinen süßen Po, der sich mir in dem kleinen Raum entgegen streckte. Erst dann entdeckte ich das rote Haar, das in weichen Wellen über den schmalen Rücken floss und nur einer Frau gehören konnte, Biggi!
Rücksichtsvoll klopfte ich an die Türbekleidung und fragte: „Kann ich helfen?“
Erschrocken fuhr Biggi hoch und schaute mich mit entsetzten Augen an, erkannte mich dann aber und ihr Blick entspannte sich: „Ach Ludger, du bist es! Dieses Mist Ding frisst meine Vorlagen und ich weiß nicht, woran es liegt?“ Hilflos zuckte sie mit den Achseln und deutete auf den Kopierer.
„Soll ich mal schauen? Vielleicht finde ich den Fehler!“
„Bitte!“ Biggi zog sich so weit wie möglich in dem kleinen Raum zurück und versuchte mir Platz zu machen.
Ich stellte mich vor den Kopierer klappte den Deckel hoch und roch gleichzeitig ihren betörenden Duft. So etwas hatte ich noch nie gerochen, ja der Duft betäubte mich geradezu. Wenn ich den Kopierer nicht so genau kennen würde, hätte ich jetzt aufhören müssen, aber automatisch hatte ich mit wenigen Hangriffen den Fehler entdeckt und beseitigt. Langsam klappte ich den Deckel wieder zu und wandte mich zu Biggi um: „Jetzt sollte er wieder funkti…..“, wollte ich sagen, stotterte aber nur noch. Biggi stand so dicht vor mir, dass ich diese feinen Härchen auf ihrer Oberlippe erkennen konnte. Und dann diese hellgrauen Augen, ich fühlte mich verloren und gleichzeitig erfüllte mich ein unglaubliches Glücksgefühl. Was war nur los mit mir? Ich sah Biggi doch nicht zum ersten Mal?
Sie schob sich an mir vorbei, dabei drückte sie mich mit ihrer Hand etwas zur Seite, um an den Kopierer zu kommen. Ich war sicher, an der Stelle wo jetzt noch ihre Hand lag, würde ich später ein Brandmal finden. Ich blieb dort stehen, wo Biggi mich hingeschoben hatte. Unfähig mich zu rühren, sog ich ihren Duft ein und nahm nur im Unterbewusstsein die Geräusche war, die der Kopierer machte.
Als die ersten Kopien aus dem Ausgabeschacht kamen, jauchzte Biggi kurz auf und umarmte mich spontan: „Danke Ludger, du bist ein Schatz! Zeigst du mir bitte, woran es gelegen hat?“
Ich löste mich aus meiner Starre und zeigte ihr den kleinen Schnipsel Papier, den ich aus der Vortriebswelle gezogen hatte: „Wenn es eine Störung gibt, immer schauen ob alle Reste entfernt sind, sonst hängt sich das nächste Blatt Papier dort wieder auf!“
Wieder schaute ich in diese grauen Augen und mein Herz setzte ein, zwei Schläge aus. Ihr blasser Teint, der typisch war für echte rothaarige und die vielen Sommersprossen, die verteilt auf ihrer kleinen Nase prangten, gaben ihr ein spitzbübisches Aussehen. Ich wusste später nicht mehr was in mich gefahren war, aber alle Warnungen in den Wind schlagend, hörte ich mich plötzlich sagen: „Du riechst unglaublich gut! Hast du ein neues Parfum?“
Biggi schaute mich nachdenklich an und als sie merkte, dass ich es aufrichtig meinte, sagte sie Leise: „Danke! Nein nicht neu, aber ich trage es nicht so oft.“
Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass sie vor mir flüchtete, denn sie schnappte sich ihre Kopien, sagte kurz „tschüss“ und war wenig später verschwunden.
Mir ging den ganzen Tag und auch noch am Abend diese Begegnung nicht mehr aus dem Kopf.
Bei ihrer impulsiven Umarmung hatte ich ihren Körper gespürt und auch wenn es nur sehr kurz gewesen war, so hatten ihre Konturen bei mir ein tiefes Gefühl hinterlassen. Sie war zwar sehr schlank, doch nicht dürr. Ich hatte deutlich ihre Brüste gespürt und da ich reflexartig eine Hand auf ihre Taille gelegt hatte, fühlte ich auch angenehme Rundungen auf ihren Hüften.
Vielleicht war der Eindruck dadurch entstanden, weil sie immer sehr lockere Kleidung trug. Durch ihre Größe und ihre dünnen Arme, wirkte alles sehr mager. In der Schule wurde sie bestimmt >Bohnenstange< genannt und hatte sicherlich sehr darunter gelitten.
Als ich Biggi ein paar Tage später wieder sah, bekam ich fast einen Hustenanfall. Sie hüpfte ausgelassen über den Flur unserer Büros und das war schon sehr ungewöhnlich, für die sonst eher in sich gekehrte, junge Frau. Nein, ihre Kleidung ließ bei mir den Mund offen stehen und ich musste heftig schlucken, um den Kloß in meinem Hals loszuwerden.
Sie trug eine enge Jeans, die ihre unglaublich langen Beine so richtig zur Geltung brachte. Dazu hatte sie eine rosafarbige Bluse an, die ihre Brüste umschmeichelte.
Tänzelnd kam sie auf mich zu und ich konnte vor Überraschung über ihr Aussehen nur ein: „Wow!“, von mir geben. Sie nahm meine Hand und wirbelte mich einmal um meine Achse, bevor sie lachend weiter hüpfte und in ihrem Büro verschwand.
Völlig perplex schaute ich hinter ihr her. Was war mit diesem unscheinbaren Wesen geschehen? Woher kam diese Verwandlung?
Immer noch von dem bezaubernden Anblick gefangen, setzte ich mich an meinen Schreibtisch und starrte auf den Bildschirm, ohne etwas zu erkennen. Irgendwann, nachdem ich immer noch keinen klaren Gedanken fassen konnte, raffte ich mich auf und ging in die Teeküche, um mir einen Kaffee zu holen. Abwesend starrte ich auf den Kaffeevollautomaten und wartete das mein Becher voll wurde, plötzlich stand Roswita in der Tür.
„Hi Ludger, brauchst du auch einen kleinen Wachmacher?“, plapperte sie los!
Roswita war das wandelnde Tageblatt bei uns in der Firma, wenn sie etwas wusste, dann wusste es eine Stunde später die ganze Firma.
Deshalb fragte ich sie: „Sag mal Roswita, weißt du was mit Biggi los ist? Die ist ja wie ausgewechselt. Sie tanzte vorhin wie ein Wirbelwind über den Flur und dann ihr neues Outfit, im ersten Moment hab sie gar nicht wiedererkannt. Ich hatte fast das Gefühl, als wenn sie verliebt wäre? Weißt du etwas?“ Roswita schaute mich nachdenklich an und was sie dann sagte, brachte mich völlig durcheinander: „Wenn du es nicht weißt, dann weiß ich es auch nicht!“ Drehte sich um, schnappte sich ihren Kaffeebecher und verließ die Teeküche.
Was war das denn jetzt?
Nachdenklich ging ich zurück in mein Zimmer. Während ich vorher noch in Erinnerung an die Begegnung mit Biggi dachte und mir aus ihrer Fröhlichkeit keinen Reim machen konnte, so konnte ich die Äußerung von Roswita überhaupt nicht verstehen. Was meinte sie damit: >Wenn du es nicht weißt, weiß ich es auch nicht.<
Als ich am nächsten Morgen in den Fahrstuhl stieg, um zu meiner Etage in den 5. Stock zu fahren, hatte ich das Gefühl, dass die Leute, die schon in der Kabine waren, mich eigenartig anlächelten. Kurz bevor sich die Kabinentür schloss, hielt Jeromi Kaminski seine Hand dazwischen und stoppte so die Mechanik. „Moin Leute, darf ich noch mit?“ Mehrstimmiges Gemurmel der anderen Passagiere waren entweder Antwort auf seinen Morgengruß oder Bejahung, dass er noch mitdurfte, genau konnte das wohl nur jeder für sich beantworten.
Jetzt stand Kaminski, wie er hier im Haus allgemein genannt wurde, direkt vor mir und ich ahnte schlimmes: „Na, Ludger, du kleiner Schwerenöter, hast du unsere Bohnenstange endlich rum gekriegt? Sie schwärmt ja in den höchsten Tönen von dir, unsere Biggi!“
Ich hatte das Gefühl, gegen eine Wand gelaufen zu sein. Was spielte sich hier ab? War ich im falschen Film? Deutlich spürte ich wie alle Blicke auf mich gerichtet waren und nun neugierig meine Reaktion warteten.
Meine Mutter hatte mir Mal einen Tipp, bei einer ähnlichen Situation gegeben: >Am besten auf den Zug aufspringen, dann geben die Klatschmäuler schnell Ruhe!<
Ich erwiderte: „Ja, Biggi ist schon was ganz Besonderes. Allerdings ganz im Gegensatz zu dir, weiß sie was sich gehört und würde ein Gerücht nicht weiter tragen. Und solltest du weiterhin solche Lügengeschichten über sie Verbreiten, dann werde ich dich persönlich aufsuchen und darauf solltest du besser verzichten!“
In dem Moment hielt der Fahrstuhl und ich konnte aussteigen. Hinter mir hörte ich noch, wie einige in der Kabine Kaminski runter putzten, innerlich freute ich mich und dankte im Stillen meiner Mutter.
In meinem Büro rief ich sofort Biggi an und bat sie zu mir, wir mussten das klären! Schon am Telefon spürte ich ihre Unsicherheit. Aber sie saß mit mehreren Kollegen im Zimmer und ich alleine, deshalb war es besser sie kam zu mir.
Wenig später klopfte es bei mir zaghaft an der Tür und nachdem ich herein gerufen hatte, wurde die Tür vorsichtig geöffnet und Biggi lugte um die Ecke.
Ich sah ihr ängstliches Gesicht und versuchte sofort sie zu beruhigen: „Keine Angst, ist alles in Ordnung! Ich wäre sonst zu dir gekommen, aber da du nicht alleine in deinem Zimmer bist, hielt ich es für besser du kommst zu mir.“ Biggi stand immer noch an der Tür und knetete verlegen ihre Hände.
„Komm setzt dich!“
„Du weist sicherlich was für Gerüchte hier im Umlauf sind, oder?“
Biggi nickte und wollte gerade was sagen, doch ich stoppte sie, indem ich eine Hand hob.
„Lass mich bitte zuerst was dazu sagen!
„Biggi!“, begann ich, noch nach den richtigen Worten suchend. „Ich mag dich! Und ich würde was drum geben, wenn diese Gerüchte wahr wären.“
Ich erzählte ihr, was sich gerade im Fahrstuhl abgespielt und wie ich den Kaminski runter geputzt hatte und auch von der Reaktion der anderen Kollegen.
Biggi saß völlig geschockt vor mir, hatte ihre Hand vor dem Mund und eine einsame Träne lief ihr über die Wange.
Ich erhob mich und kniete mich vor ihr nieder. Mit dem Daumen wischte ich ihr die Träne fort und fragte sie dann: „Wie wäre es, wenn wir diese Lügengeschichte wahr werden lassen würden? Ich meine damit, dass wir mal zusammen Essen gehen, uns nett unterhalten und uns besser kennen lernen würden. Natürlich nur mit deinem Einverständnis und ohne Bedingungen. Und wenn wir beobachtet werden, tun wir so als wären wir beste Freunde. Was meinst du dazu?“
Biggi schaute mich mit einem ungläubigen Blick an, bevor sie sagte: „Ist das nicht Wasser auf die Mühlen dieser Giftzwerge?“
Ich nahm ihre Beiden Hände in meine und erzählte ihr was meine Mutter mir auf den Weg ins Leben mitgegeben hatte. „Damit entziehst den Giftzwergen ihre Grundlagen über uns her zu ziehen. Außerdem habe ich auch ein persönliches Interesse dich näher kennen zu lernen.
„Wieso gerade ich? Dir schauen doch sowieso schon alle Frauen in der Firma hinterher!“ Sie entzog mir ihre Hände und versuchte aufzustehen, was ich aber nicht zu ließ, indem ich meine Hände auf ihre Oberschenkel legte und sie wieder zurück drückte. „Bleib bitte noch ein wenig, ich möchte dich noch was fragen!“
Ohne eine Antwort abzuwarten, erhob ich mich und setzte mich vor ihr auf die Schreibtischkannte.
„Andere Frauen interessieren mich nicht, aber bei dir habe ich immer gewusst, dass sich hinter deiner etwas weiten Bekleidung, eine wunderschöne Frau verbirgt? Und das ich mich nicht getäuscht habe sehe ich vor mir. Seit gestern kleidest du dich anders und ich habe das Gefühl, dass ich ein klein wenig dazu beigetragen habe. Und wie ich schon sagte, ich möchte dich näher kennen lernen und frage dich noch Mal, darf ich dich für kommenden Samstagabend zum Essen einladen? Und sag jetzt bitte nicht gleich nein, überlege es dir und sage mir bis zum Feierabend Bescheid! Ich würde mich sehr freuen, wenn du zusagst!“
Ich stellte mich vor Biggi hin und reichte ihr die Hand, um ihr beim Aufstehen behilflich zu sein. „Vielleicht solltest du jetzt besser gehen, damit nicht noch mehr Gerüchte in Umlauf gehen!“ Ich spürte wie ihre Hand zitterte, deshalb ließ ich sie los, gab ihr aber noch eine meiner Visitenkarten und bat sie, mir per WhatsApp zu schreiben, ob sie meine Einladung annehmen würde!
Bevor ich die Tür öffnete sagte ich noch zu ihr: „Du solltest gegenüber Roswita etwas vorsichtiger sein, mit dem was du ihr anvertraust, denn ich glaube sie ist es die alles verbreitet hat.“
In Biggis Augen glitzerte es und ich spürte ihre Verwirrung. Plötzlich fiel sie mir um den Hals und hauchte mir eine Kuss auf die Wange und war wenig später durch die Tür verschwunden. Nur noch ihr unvergleichlicher Duft war mir geblieben!
Auf eine Nachricht von Biggi wartete ich den ganzen Tag, ich hatte es schon fast aufgegeben, als am Abend plötzlich eine WhatsApp ankam.
Biggi schrieb:
>Lieber Ludger, entschuldige bitte, dass ich mich jetzt erst melde, aber ich hatte etwas Stress mit Roswita. Du hattes vollkommen recht, sie war es, die meine Erzählung von unserem Treffen im Kopierraum verbreitet hat. Ich werde dir alles erzählen, wenn wir uns am Samstag treffen. Es sei denn du möchtest es jetzt nicht mehr? Ich hätte dafür Verständnis! Biggi<

Ich schrieb ihr sofort zurück, fragte sie noch nach ihrer Adresse und das ich sie dort um 19:00 Uhr abholen und mich sehr auf sie freuen würde!
Die Wartezeit bis zum nächsten Abend zog sich unglaublich in die Länge. Ich hatte in einem lauschigen Restaurant einen Tisch bestellt, in dem ich ab und zu schon gewesen war und es immer sehr gemütlich fand.
Viel zu früh stand ich vor ihrem Wohnhaus. Gerade wollte ich aussteigen, als die Treppenhaustür aufging und eine wunderschöne Frau den Aufgang herunter kam. Ich konnte es fast nicht glauben, aber diese Schönheit war Biggi.
Sie trug eine enge, schwarze Hose, die ihre langen, schlanken Beine zur Geltung brachten. Unwillkürlich stellte ich mir vor, wie diese Beine sich anfühlen müssten, wenn sie sie ohne Hose um meinen Hals schlingen würde. Mein kleiner Freund geriet sofort in helle Aufregung. Zur schwarzen Hose trug sie ein cremefarbiges Oberteil mit Spagettiträgern und meine Vermutung aus der Teeküche sah ich bestätigt, Biggi hatte wohlgeformte Brüste und sie trug sie mit Stolz.
Ich beeilte mich aus dem Auto zu kommen und ging ihr entgegen. Sie kam beschwingt auf mich zu und das mit einem Lächeln im Gesicht, dass mein Herz für einen Moment aussetzen ließ um dann rasend weiter zu schlagen. Ihre schönen roten Haare hatte sie an den Seiten zu dünnen Zöpfen geflochten und sie dann zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, sie sah hinreißend aus.
Zur Begrüßung hauchten wir uns Küsschen auf die Wangen und dann begleitete ich sie zum Auto, öffnete die Tür und ließ sie einsteigen. Als ich endlich neben ihr im Auto saß, fand ich meine Sprache wieder: „Du bist eine wunderschöne Frau, warum hast du dich immer so versteckt?“
Ich bemerkte die leichte Röte, die über ihr Gesicht huschte, „Danke!“, sagte sie leise. Zuckte dann etwas verlegen mit den Achseln. „Erzähle ich dir vielleicht später, ok?“
Unser Essen war traumhaft, auch wenn Biggi wie ein Spatz aß.
Auch unsere Unterhaltung verlief erstaunlich gut. Ich hatte nicht erwartet, dass sie so witzig und unterhaltsam erzählen konnte. Sie berichtete davon, dass sie Roswita auf dem Kopf zugesagt hatte, dass sie die Gerüchte in die Welt gesetzt hatte! Daraufhin war Roswita sehr ausfallend geworden und hatte angedroht sich versetzen zu lassen.
Auf meine Frage, warum sie sich bisher immer hinter dieser Schlapperbekleidung versteckt hatte, sagte sie und ich spürte Erleichterung in ihrer Stimme: „Ich wurde in der Schule immer sehr wegen meiner Schlankheit gehänselt. Deshalb habe ich immer weite Kleidung getragen. Erst du hast mich ermutigt es zu ändern und mehr von mir zu zeigen. Du warst der erste der hinter meine Fassade gesehen hast!“
„Aber ich habe doch gar nichts gesagt?“ Versuchte ich einzuwenden.
„Nein, aber dein Blick verriet dich! Und als du mir sagtest, dass ich gut rieche, habe ich Begehren in deinen Augen gesehen und irgendwie hat das etwas bei mir ausgelöst. Am Abend habe ich mir gesagt, warum versteckst du dich, du bist selbstbewusst genug, zu deinem Aussehen zu stehen! Also habe ich meinen Schrank durchsucht und all die weiten und unmodernen Klamotten in die Altkleidersammlung gebracht. Ein paar moderne Sachen habe ich ja, aber die trage ich nur wenn ich alleine irgendwo hingehe, wo mich keiner kennt. Allerdings brauche ich jetzt dringend Nachschub.“
Plötzlich hatte ich eine Idee: „Wie findest du es, wenn ich dich bei deinem Kaufrausch begleiten würde? Oder möchtest du lieber alleine gehen?“
„Oh ja gerne!“ Biggi war richtig aufgeregt. „Ich würde mich freuen, wenn du mir ein paar Ratschläge geben könntest, ich bin immer sehr unsicher ob mir etwas steht oder nicht!“
Ich bezahlte unsere Rechnung und als wir vor dem Wohnhaus von Biggi hielten, fragte sie mich plötzlich: „Willst du noch auf ein Glas Wein mit rauf kommen? Ich würde dir gerne mal die Sachen zeigen, die ich noch habe und ob sie mir stehen?“
Ich spürte auf einmal eine starke Erregung in mir, die Aussicht mit dieser zauberhaften Frau allein in ihrer persönlichen Umgebung zu sein, eröffnete mir vielleicht ungeahnte Möglichkeiten zu mehr. Ich hatte mir aber vorgenommen, sie nicht zu bedrängen, dazu war sie mir mittlerweile schon zu wichtig geworden. Ich mochte diesen großen Wirbelwild und wollte sie erobern, aber nicht erschrecken. Aber ich sollte mich in ihr getäuscht haben, denn es kam anders als ich es mir je erträumt hatte.
Schon auf dem Weg zur Eingangstür spürte ich ihre Hand in meiner und sie zog mich förmlich hinter sich her. Auf der Treppe zum zweiten Stock, ging ich zwei Stufen hinter ihr und hatte einen herrlichen Blick auf ihren süßen, runden Po. Ich wäre kein Mann, wenn dieser Anblick meinen kleinen Ludger nicht in helle Aufregung versetzt hätte. Er zuckte und schwoll an, in seinem engen Gefängnis. Geduld war nicht seine Stärke.
Biggi ließ mich in ihr kleines Reich vorgehen und schloss hinter uns die Tür. Als ich mich zu ihr umdrehte, hing sie plötzlich an meinem Hals und presste ihre Lippen auf meinem Mund.
Impulsiv legte ich meine Arme um ihren schlanken Körper und presste ihn an mich. Ihre Zunge stupste unruhig gegen meinen Mund und als ich vorsichtig meine Lippen öffnete führte sie sofort ein kleines Gefecht mit meiner Zunge aus. Als sie sich von mir löste, schaute sie mich mit so einem sehnsuchtsvollem Blick an, den ich in meinem ganzen Leben nicht wieder vergessen werde.
„Entschuldige, aber seitdem du mir im Kopierraum so nahe gekommen bist, kann ich nur noch an dich denken! Du bist nicht nur der erste Mann, der meine Wohnung betritt, seitdem ich hier wohne, sondern du bist auch der erste Mann überhaupt der mir je so nahe gekommen ist.“
Ich hielt sie immer noch fest umfangen in meinen Armen. Sie musste deutlich meine Härte spüren und als ich eine Hand auf ihren Po legte und ihren Unterleib gegen mich presste, stöhnte sie leise auf.
Dann kam die nächste Überraschung für mich, als sie fragte: „Ist es wirklich so schön, Sex mit einem Mann zu haben?“
Ich war sprachlos.
„Soll das heißen, dass du noch Jungfrau bist und noch nie Sex mit einem Mann hattest?“ Ich schob sie eine Armlänge von mir und blickte in diese hellgrauen Augen. „Wie alt bist du Biggi?“
Sie senkte etwas verschämt den Kopf: „23!“, flüsterte sie leise.
In mir tobte ein Gewitter von Gefühlen. Mit allem hatte ich gerechnet, aber nicht damit! Ich zog sie fest in meine Arme und flüsterte ihr ins Ohr: „Wenn du möchtest, will ich gerne der erste Mann sein, der dir die körperliche Liebe zeigt. Willst du das wirklich?“

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 7553

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben