Ihre drei besten Freundinnen sangen ihr ein Geburtstagsständchen. Auf dem Tisch brannte eine schöne, rote Kerze und es hingen sogar ein paar Girlanden an der Deckenleuchte. Die Mädchen umarmten sie nacheinander, gratulierten ihr herzlich zu ihrem Geburtstag. Dann hörte sie ein lautes, ploppendes Geräusch. Maggie hatte die Sektflasche geöffnet, deren Korken genau auf Tinas Kehrseite landete. Alle lachten, weil Maggie mal wieder ins Schwarze getroffen hatte. Dann stießen sie an, um sich auf Charlies Wohl ein Glas Sekt zu genehmigen. Just in diesem Augenblick, ging die Türe auf. Die Mädchen sahen einander entgeistert an. Es war zu spät, um den Sekt noch verschwinden zu lassen. So hielten alle Vier noch die vollen Gläser in den Händen, als Frau Reiser ins Zimmer trat. Charlotte schluchzte. Gerade an ihrem Ehrentag plagte sie eine schreckliche Vorahnung.
Hedwig Reiser musterte ihre Schützlinge. Die erfahrene Lehrerin merkte sofort, was hier vorging. Die Mundwinkel der Mädels änderten augenblicklich die Richtung. Jede wusste, dass es nun Ärger gab. Hedwig schimpfte: „Alkohol trinkt ihr also schon am helllichten Tag! Das wird bittere Konsequenzen für euch haben, meine Damen. Ihr habt alle Vier eine strenge, nachhaltige Strafe verdient. Es dürfte ja klar sein, was ihr nun zu erwarten habt. Ich schätze, ihr freut euch schon auf den gelben Onkel“
Charlotte schossen die Tränen in die Augen. Nun sollte sie auch noch den Rohrstock bekommen, an ihrem 18. Geburtstag. Maggie versuchte das Schlimmste zu verhindern. Sie schilderte Frau Reiser, weshalb sie den Sekt besorgt hatte. Hedwigs Gesicht hellte sich auf, als sie den Grund erfuhr. Sie mochte ihre Mädchen, und Charlotte lag ihr besonders am Herzen. Trotzdem brauchte es eine Strafe!
„Na gut! Es ist ja ganz reizend von euch, dass ihr Charlie eine Freude machen wolltet. Dennoch ist Alkohol hier verboten und das aus gutem Grund.
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