Wolf: Eintritt ins Rudel

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Wolf: Eintritt ins Rudel

Wolf: Eintritt ins Rudel

Chloé d'Aubigné

Sie sog die Luft scharf ein. Schmerz, ja – aber nicht der, den sie erwartet hatte. Er war roh, aber klar. Von einer Klarheit, die sie erfasste und auf unerklärliche Art faszinierte.
Der zweite Schlag folgte. Der dritte. Jeder hinterließ etwas bislang Unbekanntes in ihrem Körper und Geist. Es war, als bündelte dieser Schmerz etwas in ihr, das bisher formlos gewesen war. Nach dem fünften spürte sie, dass Tränen in ihre Augen traten – nicht aus Leid, sondern aus Überforderung, aus einer Flut aus Scham, Lust, und einer seltsamen Form von Stolz. Und einer noch seltsameren Art von Ruhe, die sie noch nie so gefühlt hatte.
Als der zehnte Schlag verklang, legte Wolf das Paddle beiseite. Er hob sie sanft an den Schultern, ließ sie aufrichten. Ihre Knie zitterten, doch sie stand. Kein Wort fiel. Nur die Besitzerin trat näher, musterte sie mit offenem Interesse. Ein leichtes, anerkennendes Lächeln auf ihren Lippen.
„So jung, und schon so gehorsam“, sagte sie halblaut. „Das verdient nicht nur Strafe, sondern auch Belohnung. Positive Verstärkung.“
„Eine gute Idee“, bestätigte Wolf.
Die Shop-Besitzerin wandte sich an ihren Mann. Kein Blick, kein Lächeln, nur ein Befehl: „Mach.“
Der Mann benötigte keine weiteren Erklärungen. Er wusste, was er zu tun hatte. Er kniete sich vor sie, ganz selbstverständlich, als wäre dies der natürliche Platz, den er einzunehmen hatte. Noch begriff sie kaum, was geschehen würde – erst, als seine Hände ihre Schenkel umfingen und sacht auseinanderspreizten, verstand sie. Ein Reflex ließ sie beinahe gegenhalten, doch der unbeirrbare Blick der Besitzerin nagelte sie an Ort und Stelle. In dieser Situation konnte sie keinen Widerstand leisten. Nein, sie wollte es nicht.
Sie spürte seinen Atem fein an ihrer Haut, ehe die erste Berührung kam.

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