Wollust

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Wollust

Wollust

Marc R. Kuhn

Während du noch überlegst dich wegen des Klapses zu beschweren oder noch mehr davon ein zu fordern, klingt seine Stimme wieder nahe an deinem Ohr: „Dann habe ich eine Idee. Gib mir dein Handy.“
Geködert durch den hingebungsvoll verlangenden Unterton in seinen Worten, bricht deine Fassade in sich zusammen und du handelst wie dir geheißen.
„Lass mal sehe. Ahja, die hier vielleicht.“, flüstert er und scrollt durch dein Handy, auf der Suche nach seinen Texten.
Eine Hand legt sich auf deine Brust, und beginnt sie zärtlich zu liebkosen, und hört auch nicht auf damit, als er damit beginnt dir seine Worte vor zu lesen. Sie in dein Ohr flüstert und gleichzeitig wahr werden lässt.
Wo vorher deine Hände und seine Worte waren, und du kontrollieren konntest was und wie schnell mit dir passiert, ist jetzt nur noch Hingabe.
Hingabe an dich, getragen durch sein Spiel mit deinem Geist und deinem Körper.
Hingabe an ihn, durch deine Reaktion darauf und dem wollüstigem Gebaren, als du dich in deinem Verlangen an ihm reibst.
Wort für Wort streichelt deinen Geist, während seine Hand über dich gleitet, dich im Einklang mit den Worten verwöhnt und deine Erregung durch den Augenblick und die Kenntnis dessen was noch kommt wachsen lässt.
Er nimmt dich. Körper und Geist. Hart und sanft zugleich. Erfüllt dein Sein.
Bis sein Glied, hart geworden, durch die Bewegung deines Pos, in dich gleitet. Es ihm die Stimme raubt und er erstmal nur stöhnen kann.
„Rede weiter, bitte.“, seufzt du atemlos. Wärest sonst schon längst gekommen mit ihm hart und groß in dir. Aber nicht diesmal, diesmal fehlt dir etwas, sodass sich deine Lust fast schmerzhaft weiter aufbaut. Mit jedem leidenschaftlichen Stoß.
Bis, ja bis er wieder beginnt zu reden. Keine Worte, die du kennst, sondern neue, vergängliche, nur dir gehörende, in diesem einen Moment.
Dein Geist und Körper werden wieder eins, vereint in dem hingebungsvollen Spiel seiner Worte und seines Körpers mit dem deinen. Du wirst geliebt, gevögelt, verehrt, genommen…
Bis ihr beide miteinander kommt, vergeht… keine Worte mehr findet, und sie auch nicht mehr braucht.

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