Xtraterrestrial beauty

7 7-11 Minuten 0 Kommentare
Xtraterrestrial beauty

Xtraterrestrial beauty

Anita Isiris

Jede Frau ist schön. Die eine ist möglicherweise wegen ihrer Hängebrüste frustriert. Vor dem Stillen sahen sie anders aus… Vielleicht hat aber gerade diese Frau zartschmelzende, tiefbraune Augen? Eine andere hat vielleicht ein Gesicht, hässlich wie die Nacht. Dafür aber wundervoll geformte Schamlippen, bei denen jeder Mann 10 Jahre seines Lebens (mindestens) dafür geben würde, sie näher kennen zu lernen? Und was ist mit den alten, keifenden Vetteln auf dieser Erde? Auch die alte, keifende Vettel, lieber Leser, hat irgendwo, ganz tief innen drinnen, ein Stück Schönheit bewahrt… selbst wenn sie schon längst nichts mehr davon weiss und in irgend einem Altenheim vor sich hin deliriert und sabbert.

Esther war gewiss keine Schönheit. Drei Kinder hatten ihren Körper ausgelaugt, einen Körper, nach dem die Männer sich einst umgedreht hatten. Schlank war sie nie gewesen, die Esther. Aber sie hatte kecke, pralle Brüste und einen kugelrunden Hintern gehabt, so viel zu ihren Schlüsselreizen. Das Schönste an Esther waren aber ihre Füsse, und deren Schönheit hatte bis zum heutigen Tag nichts eingebüsst. Esther war eine eifersüchtige Frau, und sie konnte nicht umhin, das ihrem Partner Oliver auch kundzutun, wenn der mal wieder mit einer seiner Sekretärinnen ein Bier trinken ging. Vor allem nach dem dritten Kind, Klein-Ute, hatte Esther sich fallen gelassen und schlurfte bloss noch in Adiletten durchs Treppenhaus. Tags wie nachts trug sie ähnliche Klamotten – diese typischen Liebestöter-Trainingsanzüge, die man hierzulande an vielen depressiven Hausfrauen bestaunen kann. Die Leggings sassen schlecht, den BH liess sie gleich weg, und das dichte Haar fiel ihr in Strähnen in die Stirn. Aber Esther pflegte ihre Füsse. Sie rubbelte die Hornhaut weg, behandelte die Haut mit Weleda-Balsam und manikürte liebevoll ihre Zehennägel. Für mehr Kosmetik reichte die Zeit beim besten Willen nicht. Klein-Ute wollte gestillt werden, und zwar sofort.

Nach über fünf Jahren Berufsleben-Abstinenz war auch Esthers Selbstvertrauen dahin... bereits der PC-Kurs, den ihr das Arbeitsamt bezahlte, war für sie ein Abenteuer. Oliver war kein schlechter Partner, nein, keineswegs. Das ganze Monatsgehalt floss auf ein gemeinsames Haushaltskonto, und er verbrachte viele Abende zuhause. Nach der Geburt von Klein-Ute hatte seine Aufmerksamkeit aber etwas nachgelassen, und da war Sylvie, die neue Sekretärin. Heute Abend würde sie zum Essen erscheinen; Oli hatte sie eingeladen. „Mit neuen Mitarbeitern macht man das so“, war seine knappe Erklärung gewesen.

Nun, Sylvie war die klassische “Blondine von der Stange”. Gäbe es bei Aldi Blondinen zu kaufen, sie sähen alle in etwas so aus wie Sylvie: 1.73 cm gross, Kleidergrösse deutlich unter Esthers 40/42. An jenem Abend war Sylvie eher diskret gekleidet, in marineblauem Rock und weisser Bluse. Nichts Besonderes also. Esther tischte ein Betty Bossi-Standardmenü auf, mit einem Nachtisch aus Preiselbeeren. Geplaudert wurde eher belanglos. In der folgenden Nacht vögelten Esther und Oliver zum ersten Mal seit langer Zeit, und zwar innig. An wen Oliver wohl dachte? Hätte jemand in Esthers Gehirn eine Kamera montiert, er wäre überrascht gewesen: Esther dachte unaufhörlich an Sylvie und stellte sich vor, ihr Oli würde sich mit ihr auf dem Büroteppich wälzen. Darob wurde sie feucht und gab ihrem Partner leidenschaftliche, heisse Liebe.

Die Zeit zog ins Land; es wurde Sommer. Klein-Ute wurde bei Oma versorgt, die beiden älteren Kinder, Dario und Michelle, gingen in ein Klassenlager. Oliver und Esther planten den ersten gemeinsamen Urlaub seit vielen Jahren; es zog die beiden zum Campingplatz in A., wo sie sich dereinst kennen gelernt hatten. Fiebrig packte Esther die Reiseutensilien und kannte sich nicht mehr. Sie fühlte sich mit einem Mal um Jahre jünger, und ihrem Oli ging es genau so. Die Kinder blickten sich erstaunt an und wussten nicht, was sie von ihren verjüngten Eltern halten sollten. Auch äusserlich blühte Esther auf. Sie hatte ein paar neue BHs erstanden, einen knackigen, bunten Bade-Zweiteiler und geringelte Socken. Darauf stand ihr Mann. Zudem war sie beim Friseur gewesen und sah wirklich klasse aus. Auch Oliver liess sich nicht lumpen und bereicherte sein Urlaubsgepäck mit roten Shorts, ein paar T-Shirts mit frechen Sprüchen und einer Tanga-Badehose. Dann, am Flughafen, setzte Esthers Herz beinahe aus. Direkt am Fenster in der Warteecke sass Sylvie. Ihr Haar hatte sie zu einem Pferdeschwanz gebunden und sie sah zum Verzweifeln gut aus. Da war nichts mehr mit „Blondine ab der Aldi-Stange“. Sylvie entdeckte das Paar sofort und lief mit ausgestreckten Armen auf Oliver zu. Dieser hüstelte verlegen. “Ehm, Schatz, ich hab dir ganz vergessen zu sagen, dass Sylvie zufällig denselben Campingplatz gewählt hat wie wir. “Und da fährt sie allein hin?” Der Satz blieb Esther im Hals stecken. Der Flug verlief schweigsam. Sylvie hatte sich bloss ein Economy Class Ticket leisten können und entschwand in den hinteren Reihen. „Du hättest ruhig was sagen können”, fuhr Esther ihren Mann an. Das Verrückte war bloss: Sie konnte ihm nie lange böse sein. Er weckte bei Frauen eher Beschützerinneninstinkte und sah irgendwie aus, als hätten Phil Collins und Robbie Williams bei seiner Entstehung je einen halben Gensatz geliefert. Oliver zuckte die Schultern und küsste seine Frau auf den Mund. “Kommt schon gut”, sagte er zuversichtlich und klaubte den “Spiegel” aus dem Handgepäck. Der Flughafen in A. war winzig klein. Es gab da bloss zwei Landepisten. Für Esther stand fest: Sylvie war hier eindeutig die blondeste, schlankste und am geilsten angezogene Frau von allen. Da würde sie nie mithalten können. Unauffällig rückte sie ihren neuen BH zurecht. Dann machte sie gute Miene zum Spiel und plauderte mit Sylvie über den Flug. Die beiden Bungalows standen nicht direkt nebeneinander und wurden durch drei Dünen getrennt. “Na denn... tschüss fürs Erste”, flötete Sylvie und setzte einen ihrer Sandalettenfüsse auf den untersten Holztritt, der die erste der drei Dünen stabilisierte. Oliver winkte ihr zu als wäre sie der Nikolaus. Diese Hot Pants! So was trug doch heute keine Frau mehr! Esthers Schläfen pochten. Der Bungalow war luxuriös – so ganz anders als damals in den 70er Jahren, als die beiden sich beim Bocciaspiel kennen gelernt hatten. Eine Mikrowelle gab es damals noch nicht, ebenso wenig einen Flat Screen TV und einen Media Center. Das Bett war mehr als doppelt so breit wie damals; der Bungalow war komplett neu aufgebaut worden. Esther und ihr Partner taten das, was Tausende von Paaren als Erstes tun, wenn sie ihre Urlaubslokalität erreichen: sie verräumten das Gepäck, zogen sich um, schlangen ein Badetuch um die Hüften und gingen zum Strand. Sylvie lag schon da. Sie war splitternackt. “Unverschämtheit!” Das Wort blieb Esther im Hals stecken. Sie wollte sich die Eifersucht nicht anmerken lassen, die immer stärker in ihrer armen Seele kochte. Oliver nahm das Ganze deutlich gelassener und breitete sein Badetuch neben Sylvie aus. Esther entging dabei nicht, wie er auf ihre sorgfältig und vollkommen rasierte Scham starrte. Wie ein kleines Mädchen sah Sylvie „da unten“ aus. Das war zwar gross in Mode… aber mal Hand aufs Herz: was finden nicht pädophile Männer daran eigentlich geil? Derartige Gedanken durchzuckten wie Blitze Esthers Gehirn, bevor auch sie es sich im Sand bequem machte. Olivers Penis zeichnete sich kräftig ab unter dem neuen Tanga. Im übrigen sah er wirklich süss aus mit seiner Phil-Collins-Halbglatze und dem nobelpreisverdächtigen Robbie-Williams-Hundeblick. Esther atmete dieselbe Strandluft wie Sylvie, wurde von derselben Sonne beschienen wie Sylvie… und sah vor allem dasselbe wie Sylvie. Diese hatte sich bereits eingecremt und bewegte sich mit der Natürlichkeit eines Delfins. Für ihre Blösse schämte sie sich überhaupt nicht; im Gegenteil: Frech spreizte sie die Beine, um der Sonne eine Chance auf ihr intimstes Plätzchen zu geben. Der Campingplatz war kein expliziter Nudistenplatz, “Nudisten willkommen”, war aber überall zu lesen. Vermutlich eine tourismusfördernde Massnahme. Knapp eine Viertelstunde verging so; Sylvie räkelte sich mit ihrer Pfirsichhaut, Esther mit ihrer Orangenhaut, und Oli werkelte mit seinem Kraut: Er drehte sich erst mal einen Joint und kiffte. Irgendwie musste er einen klaren Kopf bekommen. Fast setzte sein Herz aus, als Sylvie aufstand und lächelnd auf Esther zuging. “Soll ich dich einreiben?” Sie hatte ein Sonnenmilchfläschchen bei sich und kniete sich in den warmen Sand neben Olis Frau. Ohne deren Antwort abzuwarten, träufelte sie ihr etwas Milch auf die Schultern und begann mit langsamen, kräftigen Bewegungen zu massieren. Esther war hin- und her gerissen. Wie sie diese Sylvie hasste! Dieses dichte blonde Haar! Diese obszönen Schamlippen! Diese kecken Nippel, die ihren Oli bestimmt um den Verstand brachten... aber… aaah! Wie gut sie massierte! Allmählich entspannte sich Esther und vergass sogar Klein-Ute, die bei Oma ja eigentlich gut aufgehoben war. Sie horchte in ihren Körper hinein, fühlte förmlich das Meer rauschen, die warmen Sonnenstrahlen auf ihrem Gesäss und diese wohligen Berührungen von Sylvies kräftigen, ungewöhnlich sehnigen Händen. Sylvie rollte ihr die Badehose ungefragt nach unten und legte das obere Viertel von Esthers Gesässbacken frei. Wortlos massierte sie deren Kreuz, wieder und wieder, bevor sie sich den Oberschenkeln zuwandte. Gelegentlich erhaschte Oli einen Blick auf Sylvies Intimregion, ihre rasierten Achseln… und er betrachtete die sinnlichen Füsse seiner Frau. Dieser erste Urlaubsabend ging in Minne zu Ende; die drei trafen sich noch zu einem Glas Wein auf Sylvies Veranda, bevor Oliver und Esther sich verabschiedeten und sich wortlos auf den Weg zu ihrem Bungalow machten. Beide hingen ihren Gedanken nach; der Duft der Pinien verstärkte die Emotionen der beiden. Endlich im Bungalow, fielen sie regelrecht übereinander her. Esther schob ihrem Oli die Zunge in den Mund, als wären sie 20 Jahre jünger. Oli begrapschte die reifen, schweren Brüste seiner Frau, so, als fühlte er diese pralle Wärme zum ersten Mal. Und dann, ja dann, kam es zu diesem unsäglich erotischen, intimen Vorspiel, bei dem Esther mit ihren sorgfältig manikürten Füssen Olis Penis reizte. Wie geschickt sie das tat… so, als wären nie Jahre vergangen. Oliver keuchte, dermassen geil wurde er dabei. Das Schönste für ihn, der vor seiner Frau auf der Matratze kniete, war schon immer gewesen, Esther bei ihren Bewegungen zuzuschauen und gelegentlich einen Blick auf ihre dicht behaarte, rustikale Scham zu erheischen. Oh doch, er liebte sie noch immer, seine Esther – aber gelegentlich tat Auffrischung gut, oder? Vor dem eigentlichen Akt genehmigten sie sich einen Schluck Mineralwasser, und als Oli dann tief drin war in seiner Esther, schloss er die Augen und stellte sich Sylvies glatt rasierte Kleinmädchenmuschi vor. Esther schloss ebenfalls die Augen… und stellte sich vor, Sylvie würde sie streicheln, und zwar überall. Die beiden kamen unisono (für die Nichtmusiker unter Euch: “gleichzeitig”), während Sylvie sich zwei Bungalows weiter drüben bei Kerzenlicht in den Schlaf streichelte.

Man sah sich beim Frühstück, beim Einkauf, am Strand, und man kam sich näher. Sylvie war tagsüber meist nackt, ausser wenn sich sich im Supermarkt mit dem Nötigsten eindeckte. Sie hatte den Arsch einer Göttin, was ihr das von einem lokalen Trinker hingebrummte “extraterrestrial beauty” einbrachte. Dann kam dieser wahrlich historische Abend, an dem die drei sich bei Esther und Oli zum Abendessen trafen. Es gab griechischen Salat. Esther spürte in ihrem Bauch zarte Schmetterlingsflügel, als sie Sylvies Fuss an ihrem Unterschenkel spürte. Der schwere Dorfwein tat ein übriges. Das Bett war breit genug für drei, und Oli fielen fast die Augen aus dem Kopf, als Sylvie sich ihr marineblaues Kleid über den Kopf zog. Dabei wusste er doch mittlerweile bestens, wie sie nackt aussah… aber Männer sind nun mal so. „Du magst sie, hm?“ gurrte Esther und fuhr ihrem Mann durchs Haar. „Dich aber auch“, antwortete dieser, ohne die Augen von Sylvie abzuwenden, die sich daran machte, sich vor dem Paar vaginal zu befriedigen. „Sie hat wirklich eine schöne Muschi”, murmelte Esther anerkennend und entledigte sich ihres Rocks. Sylvie spreizte einladend die Beine, und Esther nahm die Einladung an. Bald darauf wurde sie von Honigduft betört und reizte mit ihrer Zunge Sylvies Cliti. Oli nahm seine Frau von hinten. Heftig. Kräftig. Ohne zu zögern vögelte er Esther ins Nirvana und wusste: Hier nahte eine der Sternstunden seines Lebens. Seine beiden Herzensfrauen hatten sich gefunden.

Sie schliefen zu dritt ein und wachten zu dritt auf. Dann gab’s ein Champagnerfrühstück, das Oli besorgte: Er, seine Frau Esther und die gemeinsame Freundin Sylvie hatten nämlich alle am selben Tag Geburtstag. Es war Sonntag, der 15. Juli 2005, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 1423

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben