Yonis

Himmlische Erkenntnisse.... Teil VIII

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Yonis

Yonis

Imrish Vulvart

Unsicher steigt er wieder die unsichtbaren Sprossen nach oben. Wieder nähert er sich der Decke, mit geschlossenen Augen steigt er weiter nach oben. Ein Rascheln über ihm lässt ihn anhalten; er öffnet langsam die die Augen:
Ein engelhaftes Wesen legt seine Flügel zusammen, sieht sich kurz um und geht einen schmalen Weg entlang, der zwischen alten Bäumen hindurchführt.
Der Mann kann seinen Augen kaum trauen, ein so wunderschönes Wesen, das anmutig und vollkommen nackt vor ihm barfuß durch eine Allee von seltsamen Bäumen läuft. Es berührt kaum den Boden; er muss ihm einfach folgen.
Es wiegt seine Hüften wie ein Mädchen, doch sein Schritt ist fest. Die blonden lockigen Haare wehen zwischen seinen zusammengefalteten Flügeln hindurch. Das Wesen dreht sich kein einziges Mal um, es hat ein klares Ziel. Der Mann ist verwirrt über seine Erregung, denn das Geschlecht dieser Erscheinung kennt er überhaupt nicht. In einem Dickicht verliert er es – für einen Moment nur.
Es steht jetzt vor einem Hain von kleinen Bäumen, nicht größer als ein Mensch, mit denen er sich scheinbar unterhält. Der Mann tritt vorsichtig näher:
Diese Bäume haben Augen, schöne traurige Augen und ihre Stämme haben große Ähnlichkeit mit weiblichen Körpern. Doch an der Stelle ihrer Yonis sitzen Steine, bunte Steine – Edelsteine. Während das Wesen mit den Bäumen kommuniziert, beginnen die Steine zu leuchten und seine Flügel zu vibrieren.
Die Situation erregt den Mann noch mehr, dabei bemerkt er zuerst gar nicht, dass das Wesen ihn anhebt und ihn direkt vor dem ersten „Augenbaum“ wieder absetzt.
Seine Erregung wird stärker, während er in die Augen des Baumwesens sieht. Er schämt sich, doch die Augen beginnen zu lächeln und blicken dabei auf seinen prachtvollen Luststab.
Das Wesen berührt seine Schulter und lotst ihn auf diese Weise zum nächsten Augenbaum. Auch diese Augen, wunderschöne blaue Augen, lächeln ihn sofort an. Und wieder berührt ihn das Wesen und führt ihn weiter. Er sieht in rehbraune Augen, schwarze Augen, grüne Augen, Mandelaugen und alle lächeln ihn einladend an.
Der Mann dreht sich zum Wesen um, doch statt seiner sieht er ein Hologramm:
Es ist die Galerie, die ihm das Spinnenmädchen gezeigt hat. Die Anzahl der Bilder von lebenden Yonis entspricht der Anzahl der Augenbäume!
Die Edelsteine in ihren Stämmen sind nur Statthalter für ihre entführten Yonis!
Da spürt er wieder die Hand auf seiner Schulter und er dreht sich um. Doch anstelle des Hologramms steht wieder das Wesen da.
Doch dieses Mal ist er nicht alleine:
Neben ihm stehen eine Frau und ein Mann; nur die Frau hat etwas an:
Sie trägt einen Gürtel aus Schlange.

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