Doch der Gedanke an Dunja hielt sie davon ab. Es war kurz nach Mitternacht, als Yvana die Wohnungstür öffnete.
Sie kam sich wieder wie ein fünfzehnjähriges Teenie Mädchen vor, als sie ihre Schuhe auszog und barfüßig in ihr Zimmer schleichen wollte. Sie schaffte es auch, doch nachdem sie das Licht angeknipst hatte, fuhr ihr der Schreck in alle Glieder. Auf ihrem Bett saß Dunja, die eine Haarbürste aus Buchenholz in der Hand hielt. „Hallo Yvana, haben wir nicht ausgemacht, dass du vorerst daheimbleibst?” Yvanas Hände legten sich instinktiv über den Sitzbereich ihres Minikleids. „Ja, schon, aber es gab ein Preview von Harry Styles’ neuen Konzertfilm. Sei bitte nicht sauer, Mama, ich bleibe von jetzt an auch brav daheim.” Dunja legte die Bürste neben sich, worauf Yvana mit Erleichterung reagierte. Doch diese Handlung hatte einen anderen Hintergrund. Dunja winkte ihr Mädchen zu sich, während sie ihre andere Hand auf ihre Oberschenkel patschen ließ. „Du hattest Hausarrest und gedacht, dass du ihn einfach missachten kannst. Glaubst du, dass ich dir so etwas durchgehen lasse? Komm rasch über meinen Schoß und wehe, wenn ich dich holen muss!” Yvana zupfte am Saum ihres Kleides. Eine ungute Vorahnung machte sie immer nervöser. Da Dunjas Ungeduld kein gutes Omen war, beeilte Yvana sich damit, über ihre Oberschenkel zu kommen. „Ein sehr süßes Kleid, mein Schatz, aber ist es nicht etwas kurz?” Dunja fuhr mit der offenen Handfläche über Yvanas Kehrseite. Das quietschgelbe Kleidchen bedeckte kaum den Ansatz von Yvanas Hintern, was natürlich auch an ihrer Position lag. Sie fühlte sich unbehaglich, fast schon unsicher. Dunja schien verärgert, was Yvana ihr nicht verdenken konnte. „Ich habe es erst neulich bei ‘Zalando’ gekauft. Wenn ich aufrecht stehe, kann man nichts sehen.
Yvana lernt Dunja noch besser kennen
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Yvana lernt Dunja noch besser kennen
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