Der Fremde schickte sie zur Ladentüre. Yvette wusste, was er wollte. Sie hängte das Schild auf, um gleich darauf den Laden von innen zu schließen. NICHT GEÖFFNET! Die schwarzen Buchstaben waren kaum zu übersehen, wenngleich sie die Wahrheit im Innern des Buchladens ad absurdum führten. Die ansonsten so scheue Französin war an diesem Nachmittag für Vieles offen, was ihr bisher verschlossen blieb. Yvette keuchte, als wäre sie völlig außer Puste, da ihr der gutaussehende Kunde auf die Pelle rückte. Er ging offensiv vor, tat aber nichts, was Yvette unangenehm gewesen wäre. Das pikante Buch lag aufgeschlagen im Schaufenster. Man blickte auf eine der Zeichnungen, die – wie auch die Fotografien – ein wahrer Künstler geschaffen hatte. Ninette wand sich über den Knien eines Mannes, der ihren prächtigen Hintern bearbeitete. Yvette bettelte:
„Wir kennen uns nicht…aber ich möchte, dass sie etwas für mich tun…schauen sie nur dieses Bild an…ja, das möchte ich auch…mein Name ist Yvette…klingt doch fast wie Ninette, oder? Bitte, tu es!“
Sein Lächeln strahlte eine unbekümmerte Sorglosigkeit aus, die Yvette half. Er nahm ihre Hand, zog sie sanft aber bestimmt zu einem einfachen Holzstuhl. Der Unbekannte setzte sich, während Yvette vor ihm stand. Der Kerl mochte um die Fünfunddreißig sein und er erinnerte sie an jemanden. Sie staunte, als er zu sprechen begann: „Ich will dir gerne den Po hauen, Yvette. Es wird aber auch weh tun, darüber solltest du dir im Klaren sein! Sag nichts…wenn du bereit bist, ziehst du einfach deinen Rock aus…dann weiß ich, was ich zu tun habe!“ Sie öffnete die Knöpfe ihres Rocks, um ihn ablegen zu können. Seine Hand nahm das obsolet gewordene Kleidungsstück entgegen. Er legte den Rock nicht einfach nur ab, sondern faltete ihn ordentlich zusammen. Yvettes schwarze Bluse bedeckte ihre weißen Oberschenkel, die auf die ungewohnte Kühle reagierten.
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