Zauberberg

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Zauberberg

Zauberberg

Leif Larsson

Nach wenigen Minuten atmeten beide vollkommen synchron. Wenn sie einatmeten, berührten sich ihre Oberkörper und Teresas Formen drückten weich gegen Rauls Brustkorb. Seine Hände lagen auf ihrem Steiß und wanderten Zentimeter um Zentimeter an der Wirbelsäule entlang hinauf bis zu ihrem Haaransatz. Gefühlvoll massierte er die zarte Haut ihres Nackens und grub seine Finger in Teresas duftendes Haar. Nur hin und wieder bewegte einer der beiden Liebenden leicht den Unterkörper, um Rauls Erektion aufrechtzuerhalten. Beide fühlten, dass sie den äußersten Grad der Vereinigung erreicht hatten. Ihre Augen durchdrangen sich gegenseitig, ihre Sinneseindrücke verschmolzen zu einer einzigen, gemeinsamen Empfindung, zu einem allumfassenden Gefühl der Wärme und der Innigkeit. Hier im Zentrum des Zauberbergs, inmitten unzähliger Trugbilder waren sie am gemeinsamen Mittelpunkt ihres wahren Innersten angelangt, empfanden sie nichts als Liebe und tiefste Zuneigung füreinander.

Beide schienen zu einer Einheit verschmolzen. Nun waren sie bereit zum gemeinsamen Höhepunkt. Fast unmerklich begannen ihre schweißnassen Körper im gemeinsamen Rhythmus ihres Atems zu schaukeln. Teresa spürte, wie sich ein unbeschreibliches Gefühl der Wärme in ihrem Schoß auszubreiten begann. Instinktiv umklammerten ihre Muskeln den Heizkörper, der sich tief und satt in ihrer Vagina eingenistet hatte. Als sie kam, durchlief ein wonnevolles Zittern ihren Körper. Ihre Pupillen weiteten sich und gewährten Raul für einen Moment die intimsten Einblicke, zu der ein Mensch fähig ist. Raul versank in den grünen Augen der jungen Frau wie in einem grundlosen Ozean. Als sich ihr Orgasmus wie eine träge Welle in ihrem Körper ausbreitete, glaubte er, in ihre Seele zu schauen. Im nächsten Augenblick verströmte sich sein Füllhorn in ihr. Wie ein Schwamm sog sie das Leben spendende Elixier bis auf den letzten Tropfen in sich auf.

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