Zehnte Geschichte … die, mit der haarlosen Schlampe

Svenjas Tagebücher

66 12-19 Minuten 1 Kommentar
Zehnte Geschichte … die, mit der haarlosen Schlampe

Zehnte Geschichte … die, mit der haarlosen Schlampe

Svenja Ansbach

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Heute, einige Jahre später, im Mai 2021 wo ich seit einigen Monaten mit der neuen Situation fertigwerden musste, scheine ich langsam in die ‚Normalität zurückzufinden. Nach Monaten, in denen ich unten rum quasi taub war, - keine Gedanken, keine Gefühle, kein Sex, nicht mal mit mir selbst, nur Funktionieren für Karla, bin ich froh erneut mit dem Schreiben angefangen zu haben. Ich bin froh mir alles was bis zum Schluss geschah, von der Seele zu schreiben. Heute habe ich verblüfft festgestellt, dass das Leben in mich zurückgekehrt. Ich habe mich beim Aufschreiben dieses ‚Werkstattbesuches‘ angefasst, … musste meine Schreibarbeit sogar unterbrechen … das bedeutet … ich finde zurück in die Spur!
Nun aber für Euch der Rest dieser Geschichte, dem Anfang vom Ende einer Beziehung, den ich vielleicht auf September 2017 datieren kann.
Einer Beziehung, die vielleicht von Beginn an auf einer Illusion beruhte, der Illusion: „Menschen ändern sich!“

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Helmut blieb die Ruhe selbst. „Was bekomme ich, ….für meine Dienste? … Und dass du alles wieder bekommst?“
Lauernd sah er mich an.
„Na hör mal, findest du das in Ordnung?“ Ich musste Zeit gewinnen, nachdenken. Was wollte er hören? „Nichts bekommst du dafür, wir sind doch Freunde.“
„Freunde, Freunde“, brummelt er, „dafür kann ich mir nix kaufen!“
„Was willst du denn?“ schob ich schnell nach.
„Naja, sei doch mal ein bisschen freundlich zu mir.“
Oh Gott, wohin sollte das führen? Ich überlegte fieberhaft und taxierte ihn dabei wie schon so häufig: Er war im Gegensatz zu Sebastian so männlich, - behaarte Brust, große Hände, auch größer und schwerer als Sebastian. Nichts für philosophische Abende am Kamin, aber für Kaminabende auf dem Bärenfell vielleicht schon! So ein kleines bisschen zu ihm hingezogen hatte ich mich immer gefühlt, aber gegen diesen Trieb, der ja wohl nur animalischer Natur sein konnte, angekämpft. Das hier ging doch eindeutig zu weit.

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Wunderbare Geschichte

schreibt PKH

Hallo Svenja Ansbach, Sie schreiben sehr schön und einfühlsam über Ihre Beziehung zu Sebastian. Manchmal glaube ich mich in Ihm etwas wiederzuerkennen. Bin sehr gespannt wie es weitergeht obwohl Ihre Andeutungen schon ahnen lassen wie es endet. Schade! Offensichtlich konnten Sie nicht genug miteinander über Ihre sexuellen Wünsche und Gefühle reden. Ist es wirklich Ihr Tagebuch? Ich glaube es kaum, dass Sie Ihre Gefühle und sexuellen Erlebnisse so offen teilen. Wenn aber ja, dann ist es gut. Beste Grüße PKH

Gedichte auf den Leib geschrieben