So, der Bote ist wieder weg, Klara hatte Abendessen und spielt noch eine kleine Weile. Basti ist mal wieder spät dran und noch nicht zu Hause.
Ich vertiefe mich in meinen Text und bin sofort wieder drin. Ich muss das jetzt „loswerden“ und niederschreiben, was da am 12. September 2017 geschehen ist.
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„Dienstag, 12. September 2017
(…)
Heute beim Einkaufen in der Stadt Helmut getroffen.
Konnte ihm sehr helfen (Geschenkkauf für Tülay).“
„Konnte ihm sehr helfen“ … war ich eigentlich nur noch pervers? So hatte ich das „codiert“ was an diesem Tag vorfiel?
Mein Gedanken wandern zurück in dieses Büro in Helmuts Werkstatt…
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Ja, da hatte ich mir wohl was eingebrockt! Hatte sonst selbst immer über die Triebhaftigkeit der Männer gelästert. „Merke: Ist der Pimmel im Himmel, ist der Verstand im Arsch!“
Und nun stand ich da, zitternd! Mit Helmut! Dem Mann der mir seit Jahren nachstellte. Erst als es eskalierte und er sich im Sommer 2014 im Vorfeld der Pool-Party völlig daneben benommen hatte, war sein Verhalten nach einer sehr grundsätzlichen Aussprache mir gegenüber etwas angemessener geworden. Und ausgerechnet ihm hatte ich mich anvertraut? Warum war ich nicht im Krankenhaus zu unseren Hausmeistern gegangen? Das waren wirklich nette Leute. Hatte mein Unterbewusstsein übernommen? Von mir nicht zu kontrollierende Kräfte?
Im Nachhinein kam es mir ziemlich dämlich vor und das würde ich auch sagen, wenn es nicht zu diesen Komplikationen gekommen wäre.
Warum also? Helmut war wirklich ein Mann, ja, sogar ein stattlicher Mann. Und nach dem rumgepimmel in meinem Schlafzimmer, war ich sicher: auch ein äußerst gut bestückter Mann! Aber er war keiner der mich ansatzweise auf Dauer gereizt hätte. Und der wollte mich jetzt bespringen? Kein Witz, kein Esprit, kein Intellekt …. das hätte nie und nimmer Zukunft.
Mein Verstand rief: „Mach es nicht, das gibt nur Ärger und gleichzeitig schien die kleine haarlose Schlampe zwischen meinen Beinen fortwährend „FICKEN, FICKEN!“ zu grölen.
Wunderbare Geschichte
schreibt PKH