Manher und seine Mitarbeiter mussten nirgendwohin, um ihre Waren anzupreisen. Die Kunden und Händler kamen von weit her, um hier einzukaufen. Die Genossenschaft blühte und lebte in Wohlstand. Sukis hatte Emet mit unaufdringlichem, redlichem Stolz durch das Anwesen geführt, zeigte .ihr ihre Unterkunft und begab sich dann zu ihrem Mann in die Küche, der schon begonnen hatte, das Mahl zu bereiten. Überall durch das Haus tollten Kinder der hier lebenden Familien und fünf davon waren die leiblichen von Suki und Manher. Wäre Emet nicht so stolz auf ihr freies ungebundenes Leben, sie wäre fast ein wenig neidisch auf dieses Eheleben, dem so selbstverständlich Fruchtbarkeit gegönnt war.
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Emet saß mit einer dampfenden Tasse starken Kaffees vor dem Haus und genoss die wärmenden Strahlen der Morgensonne. Das köstliche, anregende Getränk kostete in dieser Gegend ein Vermögen, da es von weit her gebracht werden musste. Hier gab es nur gerösteten. Getreidekaffee und dementsprechend begehrt war das belebende Original. Emet hatte zusätzlich zu ihrem Sold ein paar Pfund erhalten und sie Suki geschenkt, was sehr gut ankam. Den älteren Mann, der mit seinem beladenen Maultier in den Hof trat, beobachtete Emet nur aus den Augenwinkeln und maß ihm keine besondere Bedeutung zu. Hier lieferten ständig Leute etwas an oder kauften Ware. Doch als er sie ansah, erstarrte er. Emet zog die Augenbrauen hoch. Was ist? Sehe ich aus wie ein Geist? fragte sie verdutzt und spürte, hier ging es um mehr als um die Verwunderung, eine Amazone anzutreffen. Der Mann atmete schwer, vor seinem inneren Auge schien sich Schreckliches zu wiederholen. Du siehst aus wie sie! Du gleichst ihr bis aufs Haar! Emet wusste, er meinte Elian, ihre Mutter.
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