Und dass mir dieser Genuss zustand. Auch ohne etwas zurückzuzahlen.
Noch vor diesem Abend hätte ich dies als ein Erlebnis gesehen, das man sorgfältig bewahrt. Aber es war nicht früher. Es war dieser eine Tag, der etwas in mir veränderte. Mein Bedürfnis danach, etwas aufzubewahren, war verschwunden. Stattdessen war da mein rohes Ich. Und das hatte immer noch nicht genug, wollte mehr.
Ich lag auf der Seite, ihm zugewandt, meine Hand auf seiner Haut. Ich ließ sie über seinen Körper fahren, auch über seinen Penis. Seine Erregung war nicht neu – sie war die ganze Zeit da gewesen. Er hatte sich zwar zurückgenommen, war kontrolliert gewesen, aber er hatte seine Erregung natürlich nicht verborgen geblieben.
Doch ich sah sie nicht als etwas, auf das ich reagieren musste. Oder um das ich mich kümmern musste.
Sondern als etwas, das ich wollte.
Ich ließ meine Finger langsamer über ihn gleiten, herausfordernd. Spürte, wie er darauf reagierte, wie sich sein Atem veränderte, kaum merklich, aber genug.
Er sagte nichts.
Ich rückte näher an ihn heran, mein Bein schob sich über seines.
„Ich will dich“, sagte ich.
Die Worte überraschen mich selbst. Weil sie der Wahrheit entsprachen. Es ging hier um mich. Und meinen Wunsch.
„Sicher?“ fragte er leise.
Ich zog ihn näher zu mir. Das reichte als Antwort.
Der Moment, in dem er in mich eindrang, fühlte sich anders an. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich dies auch für ihn tat. Dass ich ihn befriedigen musste. Oder zumindest aus Gewohnheit mitgehen, mich ihm anpassen musste. Sondern dass ich hierbei auf meine Kosten kommen würde. Und es wirklich nur darum ging. Mich noch einmal zum Kommen zu bringen.
Ich hielt seinen Blick einen Moment, dann schloss ich die Augen.
Die Bewegung begann langsam. Nicht vorsichtig – dafür waren wir zu geil. Aber auch nicht drängend.
Zu viel des Guten
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Zu viel des Guten
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