Wir kochten zusammen. Nichts Aufwendiges. Pasta, darüber Parmesan und dazu ein einfacher Salat.
Nach dem Essen blieb ich noch sitzen. Er stand auf, ging kurz in die Küche und kam mit einer kleinen Schachtel zurück. Dunkelbrauner Karton, eine Schleife. Eine klassische Pralinenschachtel.
„Ich habe jetzt noch Lust darauf“, sagte er, als wäre es das Natürlichste auf der Welt, und stellte sie zwischen uns auf den Tisch.
Ich musste lächeln. „Jetzt?“
„Warum nicht?“
Die Pralinen in dieser Box waren makellos. Jede einzelne. Glänzend, optisch wunderschön und so kunstvoll dekoriert, dass man wusste, dass jemand sich Zeit genommen hat.
Ich spürte sofort diesen alten Impuls. Einordnen. Aufteilen. Vielleicht eine nehmen, den Rest später. Morgen, oder am Wochenende.
„Eine vielleicht“, sagte ich, mehr zu mir als zu ihm.
Er sah mich an, einen Moment zu lang, als hätte er etwas gehört, das ich nicht ausgesprochen hatte.
„Oder zwei oder drei. Oder auch die Hälfte, ganz wie du magst,“ antwortete er ruhig.
Ich zuckte leicht mit den Schultern. „Eine ist wahrscheinlich genug für mich.“
Er nahm eine Praline, ohne zu zögern, und biss hinein. Langsam, aufmerksam.
„Sie sind gut“, sagte er, nachdem er geschluckt hatte. Kein Urteil, eher eine Feststellung.
Dann schob er die Schachtel ein wenig näher zu mir.
Ich zögerte. Nicht lange, aber lange genug, dass ich es selbst bemerkte. Dann nahm ich eine.
Die Hülle brach leise zwischen meinen Zähnen. Der Kern war weicher, als ich erwartet hatte. Etwas Nussiges, dann eine Spur von Salz, die sich erst im Nachklang zeigte.
Ich schloss für einen Moment die Augen.
„Und?“ fragte er.
Ich nickte. „Sehr gut.“
Er lächelte kaum sichtbar. „Dann nimm noch eine.“
Ich lachte leise. „Ich kann sie mir auch einteilen.“
„Klar“, sagte er. „Du kannst alles einteilen. Aber du kannst es auch jetzt genießen.
Zu viel des Guten
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Zu viel des Guten
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