Es war auch die Art, wie ich mich selbst erlebte – ohne Ablenkung, ohne die gewohnte Aufteilung meiner Aufmerksamkeit.
Irgendwann verlor ich das Gefühl für Zeit. Und auch das Gefühl, möglichst schnell kommen zu müssen, nur damit es für ihn nicht zu lange dauerte. Er gab dem Rhythmus vor und ich folgte.
Als ich kam, überraschte es mich fast. Mein Körper spannte sich, und ohne dass ich es verhindern konnte, stieß ich einen spitzen Schrei aus. Und dann wurde ich von einer Welle überrollt, die mich ein paar Sekunden aus jeder Realität wegtrug.
Ich lag still danach, atmete, spürte noch immer die Reste dieser Erregung in mir. Und er, er blieb mir einfach da, nah, ohne etwas zu fordern.
Danach lag ich auf dem Rücken, noch immer mit geschlossenen Augen, als müsste ich das, was gerade passiert war, erst in mir sortieren. Mein Atem ging langsamer, aber nicht ganz ruhig. Es war, als hätte mein Körper noch nicht entschieden, ob er sich entspannen oder weitermachen wollte.
Er lag neben mir, nah genug, dass ich die Wärme seiner Haut spüren konnte, ohne dass ich sie wirklich berührte.
Ich öffnete die Augen und merkte, wie sich etwas in mir löste.
„Das war…“, begann ich, brach aber ab. Mir fehlte das passende Wort.
Er lächelte leicht. „Ja.“
Ich atmete aus, länger diesmal. Und bemerkte etwas, das ich so nicht kannte. Ich fühlte mich etwas müde, die Erschöpfung machte meine Glieder warm und schwer. Aber darunter lag etwas anderes. Eine anhaltende Spannung. Eine Geilheit, die nicht verschwunden war, sondern nur ihren Charakter geändert hatte. Etwas ruhiger, aber nicht weniger intensiv.
Ich bewegte leicht die Beine, spürte die Berührung des Lakens, meine eigene Haut, die empfindlicher als zuvor war.
„Das ist ungewöhnlich“, sagte ich leise, mehr zu mir selbst.
„Was?“ fragte er.
Zu viel des Guten
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Zu viel des Guten
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