Ich sah ihre nackten Füße, die sie immer wieder in die Decke einwickelte. „Soll ich dir Socken holen?“ „Nicht nötig, mir wird eh gleich warm. Das geht bei mir immer schnell und dann wird mir eh alles lästig“.
Wir begannen zu plaudern über dies und das, Gott und die Welt. Sie kamen aus dem Raum Karlsruhe, wollten einmal raus aus der Stadt. Sie hatten das berühmte Kloster besucht, das seit gestern wieder geöffnet hatte. Dann hatten sie einfach Lust gehabt, noch etwas durch die Natur im Umland zu streifen. Dort hatte sie der Wettereinbruch überrascht. Wenn Claire mich mit ihren braunen Augen ansah, reagierte etwas in mir heftig. Da lag etwas in ihrem Blick, was mich weckte und erregte. Sie hatte inzwischen tatsächlich die Decke abgeworfen. Jetzt zog sie auch das T-Shirt aus und saß nur noch im Unterhemd da. Sie trug nichts drunter, was sie nicht zu stören schien – und mich schon gar nicht. Sie hatte volle, natürliche Brüste, die sich wohlzufühlen schienen. Claire schien die muntere von beiden zu sein. Wir fragten uns aus, über unsere Berufe und worüber man halt so beim Abtasten redet. „Du sagtest vorhin, ihr seid Freundinnen. Nur Freundinnen oder noch mehr?“ Claire grinste mich an: „Ganz schön neugierig, lieber Paul. Was willst du wissen? Ok wir sind ein Paar. Wenn du’s wissen willst: Wir sind Lesben und schon seit Jahren zusammen.“ Dabei legte sie ihren Arm um Maren und zog sie zu sich her. Sie gab Maren einen Kuss, den diese ausgiebig erwiderte. Da scheinen sich zwei zu mögen, dachte ich mir. Die vertrauliche Intimität der beiden störte mich nicht, im Gegenteil. Ich mochte es, Frauen zuzusehen, wenn sie sich küssen.
„O, jetzt haben wir ganz unseren freundlichen Gastgeber vergessen“, lachte Claire. „Kein Problem. Ich schaue euch gerne zu. Ich schaue ich gerne an. Hübsch seid ihr!“ Inzwischen verschaffte sich auch Maren Erleichterung, legte die Decke weg und zog die von mir geliehenen Wollsocken aus. „Jetzt wird mir auch warm“, sagte sie und begann sich mit ihrem Oberteil frische Luft auf den nackten Bauch zu fächern. „Ja, irgendwie wird’s hier wärmer“ musste selbst ich jetzt zugeben. Da hatte sich was verändert im Raum. Da begann es zu knistern. Und das lag nicht am Holz im Kamin, den es gar nicht gab.
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