Marion schien ebenfalls unschlüssig.
„Nein – Du weißt sehr gut, dass du gut aussiehst.“
Petra schaute immer noch auf Jan. Sie wusste nicht, ob sie der Hafer richtig gestochen hatte. Ihn zu fragen, war spontan gewesen. Dass er ihr ein Kompliment machte, war klar. Doch er sah ihr direkt in die Augen. Hoffte sie, dass er das Spiel weitertreiben würde. Es zog leicht in ihrem Bauch ob der Courage, vor der sie gerade ein wenig Angst bekam. Umgekehrt reizte sie das Spiel. Das hier wäre leichter als ein Aufriss irgendeines Mannes. Aber die Muschi von Marion lecken. Sie war doch nicht bi – oder doch. Ihre Gedanken purzelten durch die Gegend. Schwankend zwischen dem Reiz der Ungewissen und den Konventionen merkte sie, wie sie die Kontrolle über sich verlor. Fast war es ihr egal, was geschehen würde.
Jan schaute in zwei Augen, die völlig durcheinander waren. Ihm war nicht wohl bei dem Spiel, denn wenn er es zu weit trieb, würde keiner der Drei danach wissen, wie es weiterginge. „Der Sex steht immer zwischen ihnen“ hatte Harry in dem Film gesagt und im Moment hatte er das Gefühl, dass das schon jetzt der Fall war. Marion machte überhaupt keine Anstalten, die Situation leichter zu machen. Im Gegenteil, wie ihm ein Blick zu ihr hinüber sagte. Petra konnte es nicht sehen, doch seine Freundin war auf dem Sofa ein wenig nach vorne geglitten und lächelte. Sie schaute ihn so an, dass er im Normalfall wusste, dass sie in wenigen Minuten ihrer Lust freien Lauf lassen würden. Doch jetzt waren sie zu dritt. Hatte sie ihn leicht mit dem Kopf in Richtung Petra gewiesen oder spielten ihm seine Augen einen Streich.
„Los“, formten ihre Lippen stumm.
Sie glaubte es nicht. Hatte sie gerade ihren Freund bedeutet, dass er ihre Freundin verführen solle. Natürlich hatte sie den Mund geformt. Das „Los“ war eindeutig. Die Atmosphäre im Raum prickelte, seit Jan seinen Spruch losgelassen hatte.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.